Do

16

Nov

2017

Friede, Freude, Eierkuchen - 3 Tipps für mehr Gelassenheit im (Eltern)Alltag

Von: Bianca Hernandez BSc, Elternpfade – Reisebegleitung für Schwangerschaft und Familie, Spielgruppen und mentale Geburtsvorbereitung im Biolino

Hallo liebe Mama, lieber Papa,

In heutigen Artikel geht’s um dich! Und darum dir drei Ideen mitzugeben wie du dir a la Pippi Langstrumpf, die Welt so machst, wie sie dir gefällt. Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wie? Wie soll das bitte gehen? Es gibt doch so viele Dinge und Umstände an denen ich einfach nichts ändern kann.“ Und ja, du hast Recht es gibt viele äußere Umstände, an denen man von außen nichts ändern kann.

 

Allerdings gibt es eben immer die Möglichkeit an sich selbst zu justieren und damit auch in der äußeren Welt Änderung zu schaffen. Nachdem wir uns ja immer in einem System (Familie, Beziehung, Arbeit…) befinden, bringt jede kleine Veränderung an uns selbst, auch Veränderung in unserem Umfeld.

Jede Veränderung an uns selbst, bringt auch Veränderung in unserem Umfeld.

Das kann man sich vorstellen wie bei einem Uhrwerk, das aus vielen Zahnrädern zusammengesetzt ist. Und genau wie bei diesem Uhrwerk hat jedes Zahnrad eine Aufgabe und bewegt bzw. beeinflusst die anderen Zahnräder und somit auch das was am Ende herauskommt, in dem Fall eben die Uhrzeit.

 

Aber nun weg von den theoretischen Bildern, hin zum spannenderen Teil, nämlich was man denn so an sich verändern kann um mehr von dem zu bekommen, was man eigentlich möchte.

 

Also los geht’s!

Wie geht’s dir heute?

Gut? Müde? Traurig? Glücklich? Gestresst? Überarbeitet? Oder total entspannt? Irgendwie geht’s uns immer. Manchmal nehmen wir das bewusster war, und manchmal stecken wir so in unseren eingefahrenen Alltagsdingen drinnen, dass wir gar nicht so genau bemerken, was sich in unserer Gefühlswelt eigentlich so abspielt. Aus dem Mentaltraining weiß man, dass es unsere Gedanken sind, die zu Gefühlen bzw. Emotionen führen. Die Emotionen sind es wiederum die unsere Handlungen bzw. Aktionen bewirken und die gesetzten Aktionen liefern dann die Ergebnisse. Diese Ergebnisse sehen und spüren wir in unserem Leben.

Nr. 1 Gedanken beobachten und aktiv wählen

Ein supernützliches Werkzeug ist es einfach mal seine Gedanken zu beobachten und bewusst wahrzunehmen, was eigentlich gerade da ist. Bist du gestresst? Spürst du, dass dein Puls steigt, weil dein Kind aus unerfindlichen Gründen weint und nicht damit aufhört? Oder hast du einen Termin und dein kleiner Liebling, will und will einfach genau jetzt keine frische Windel angezogen bekommen? Das sind die Momente, in denen unsere Gedanken unsere körperlichen Reaktionen maßgeblich steuern. Die Stresskaskade, die da durch unsere Gedanken gestartet wird, setzt sich auch in unserem Körper fort und wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist, ist es oft eine echte Herausforderung aus dem einmal gestarteten Programm auszusteigen. Aber das Gute ist, es gibt immer Möglichkeiten.

 

Eine davon ist es den Gedanken, die gerade da sind einfach mal nur Beachtung zu schenken. So etwas wie „Wow, ich bin grad echt gestresst.“  oder „Ich weiß grad gar nicht, was ich machen soll. Ich brauch einen Moment zum Nachdenken.“ Allein das aktive Durchdenken dieser Sätze wird dir Erleichterung verschaffen, weil du sie aus dem Unbewussten in dein Tagesbewusstsein geholt hast. Ein weiterer Vorteil ist, dass du nun in der Position bist zu entscheiden, ob dir diese Gedanken hilfreich sind oder eben nicht. In etwa so: „Ok, also ich bin grade echt gestresst. Aha, das sehe ich, will ich das aber auch?“ Und die Antwort wird wahrscheinlich Nein sein.

Entwickle deine persönliche Superkraft - nämlich die Wahl deiner Gedanken!

Hier greift der Grundsatz Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Abgesehen, davon dass du natürlich schon unglaublich super und voll cool und überhaupt unglaublich bist, gibt es meistens noch Bereiche in denen man sich verbessern kann, oder? Und sich aktiv auszusuchen, was einen beeinflusst und was nicht, grenzt doch schon fast an eine Superkraft, die einem das Leben definitiv erleichtert, was meinst du? 

 

Also probier es mal aus: Gedanken wahrnehmen, aktiv durchdenken und entscheiden, ob du sie haben möchtest oder nicht. 

Nr. 2 Muster durchbrechen

Wenn du das tust, was du immer getan hast, wirst du bekommen was du immer bekommen hast. (Tony Robbins)

 

Dieser Satz ist genauso schlau, wie einfach, findest du nicht auch? Denn es macht einfach Sinn, dass gleicher Input immer die mehr oder weniger gleichen Ergebnisse bringen wird. Was heißt das aber für den Elternalltag, bitte? Es heißt, dass du mal schauen könntest, wo dir immer wieder ähnliche Situationen begegnen, die dir nicht gefallen, dir unangenehm sind oder dich stressen. Und dann versuch mal genau das Gegenteil zu machen. 

 

Du ärgerst dich grad, weil dein Partner/in nach der Arbeit wieder mal auf die Couch fällt, anstatt sich dir, dem Kinde oder dem Haushalt zuzuwenden? Dann mach doch mal etwas, was du sonst nie machen würdest.

 

 

Stell dich vor sie/ihn hin und singe ein Lied für deine bessere Hälfte, mach einen Scherz oder wirf dich selbst auch genüsslich auf die Couch. Das Ergebnis ist bestimmt ein anderes als du sonst immer bekommen hast. Schau es dir an und überlege, ob das Ergebnis so war wie du es dir wünscht und wenn nicht, dann probiere beim nächsten Mal was Neues. 

Neues Verhalten führt zu neuen Ergebnissen

Je öfter wir neue Dinge ausprobieren, desto kreativer wird unser Gehirn wieder, das sich einfach schon daran gewöhnt hat in, über die Jahre etablierten Gedankenfahrbahnen zu verkehren. Früher oder später wird dein Geist auch die passende Lösung finden für das, was du gerne hättest.

 

Das Wichtige ist es auszuprobieren und nicht aufzuhören. Dir wird es damit besser gehen, weil du dich dann gedanklich nicht mehr zum hilflosen Opfer der Umstände machst, sondern aktiv dein Leben erschaffst.

Nr. 3 Dankbarkeit zu einer Routine werden lassen

Schenkt man den führenden Weltreligionen, vielen Lebenscoaches und noch viel mehr Büchern über positive Psychologie Glauben, ist Dankbarkeit eine Medizin, die uns allen guttut. Und ja es stimmt, Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass uns auch in den schwersten Momenten helfen kann. Doch warum nur in schwierigen Situationen darauf besinnen? Unser Gehirn ist plastisch und nach dem Grundsatz die Energie fließt dorthin wo die Aufmerksamkeit liegt, werden deine Gedanken und Gefühle positiv geprägt, wenn du dir regelmäßig die Dinge ins Gedächtnis rufst für die du dankbar bist. 

Dankbarkeit verschönert dein Leben, probiers mal aus!

Eine sehr schöne und ganz einfache Routine, die deine Welt verändern kann, ist es jeden Abend vor dem Schlafen gehen darüber nachzudenken, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Wird am Ende des Tages noch einmal der Fokus auf diese positiven Dinge gelenkt, veränderst du dadurch auch die Wahrnehmung, der weniger schönen Ereignisse. Du erschaffst dir also deine positive Welt. Cool, oder? Und diese Übung ist auch ein wunderschönes Ritual für Kinder, denn es hilft ihnen den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken und prägt somit ihre gesamte Gedankenstruktur. Ein Geschenk von dem sie später bestimmt einmal profitieren werden.

 

Also probiers mal aus. Im Stillen für dich, aber auch mit deinen Kindern oder deinem Partner. Ich bin mir sicher, dass es etwas verändern wird.

 

So nun sind wir schon am Ende dieses Blogartikels, danke dir, dass du dran geblieben bist und darüber nachdenkst wie du dein Leben und das deiner Familie positiv verändern kannst. Dafür hast du definitiv ein großes Kompliment verdient. Ich wünsche dir viel Spaß, Lachen und Zufriedenheit in deinem Leben.

Mehr von Elternpfade gefällig?

Wenn dir gefallen hat was du hier gelesen hast, dann schau doch mal auf der Elternpfade Webseite vorbei. Demnächst startet die zweite Runde unserer Spielgruppen (Babystunde & Ministunde) für Kinder von 0-2,5 Jahre im Biolino Institut und ich freu mich darauf, viele von Euch kennenzulernen.

 

 

Hast du Fragen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge, dann melde dich gerne  unter hallo@elternpfade.at.

Fr

10

Nov

2017

Entspannt einkaufen und danach das Wochenende mit den Kindern genießen!

Von: Mag. Andrea Krall, Tierischer Kreativgarten - Sinnesspielgruppe für Kinder

It's beginning to look a lot like Christmas…

Schneller als uns lieb ist, ist Weihnachten da. Dann beginnt wieder der große Einkaufsmarathon. Wir laufen herum, hasten von Geschäft zu Geschäft und trinken vielleicht noch schnell einen Punsch im Vorbeigehen. Das alleine klingt schon stressig, aber was machen Mama und Papa, wenn noch etwas besorgt werden muss?

 

Sich mit den Kindern am Einkaufssamstag in die Menschenmassen zu wagen, ist mehr als stressig und nur online bestellen, geht oft auch nicht.

 

Für Eltern die ihren Kindern und sich selbst diesen Stress ersparen möchten, gibt es jetzt die Samstags-Workshops im Biolino.

 

Während die Kinder kreativ sind, haben Mama und Papa genügend Zeit, um Besorgungen zu machen. Das entspannt Eltern und Kind. Die Kinder, weil sie nicht mit in die Menschenmassen müssen und stattdessen Spaß haben dürfen. Die Eltern, da sie wissen, dass sie schneller mit ihren Einkäufen fertig sind und dann das restliche Wochenende für ihre Kinder Zeit haben.

 

Ihr wollt aber eigentlich gemeinsam mit euren Kindern basteln? Kein Problem, wir basteln auch Dinge, die die Kinder später mit euch gemeinsam ausprobieren können.

 

So gibt es für das restliche Wochenende auch noch Spiel und Spaß.

(Wenn ein Elternteil gerne mitbasteln möchte, ist es aber natürlich trotzdem willkommen.)

 

Die Termine und weiteren Informationen findest du hier

Wir freuen uns auf dich und deine Kinder.

Di

03

Okt

2017

Kleine Herzen voll großer Gefühle

Theresa Hauck, Kleinkindpädagogin

Wissenswertes zur emotionalen Entwicklung von Kleinkindern und zu den Möglichkeiten, sie darin zu unterstützen

Schon frisch geschlüpfte Babys erleben intensive Gefühle, sind aber noch fast zur Gänze auf die Unterstützung von außen – also die Regulation durch ihre Bezugspersonen - angewiesen. Wenn ein Baby laut zu schreien beginnt, dann weiß es selbst nur, dass sich da gerade etwas überhaupt nicht gut anfühlt. Es kann allerdings noch nicht feststellen, wo das Problem liegt und auch nicht, was geschehen müsste, dass es ihm wieder besser geht. Das Baby ist hier ganz auf Mama und Papa angewiesen, die im Idealfall erkennen, was das Baby nun braucht und ihm das auch geben können.

Stress - ein unangenehmes Durcheinander im Kopf

Bei der Geburt sind bei Babys vor allem jene Hirnregionen schon fertig ausgebildet, die sie sehr instinktiv, heftig und rasch auf Impulse antworten lassen. Das Stresssystem von Babys und auch Kleinkindern wird schnell hochgefahren und lässt sie auf vermeintliche Kleinigkeiten stark reagieren. Das ergibt durchaus Sinn: Es schützt sie, verhindert, dass sie übersehen oder vergessen werden, und führt die Bezugspersonen rasch herbei. Bis das Kind Hilfe von Mama oder Papa erhält, geht es ihm aber gar nicht gut. Mit einem voll hochgefahrenen Stresssystem ist nicht zu spaßen! Für die Eltern sind die dann teilweise sehr heftigen Gefühlsausbrüche der Kleinen nicht immer gut nachvollziehbar.

 

Wenn sich ein Kleinkind schreiend und tobend auf den Fußboden wirft, dann tut es das niemals, weil es seine Eltern quälen oder blamieren möchte! Es ist zu 100 % auf deren Fürsorge und Zuwendung angewiesen. Diese möchte es bestimmt nicht verlieren! Das Kind ist lediglich mit der Situation überfordert und braucht Hilfe von Mama und Papa!

 

Kleine Kinder – große Wut

Die „Trotzphasen“ (wie sie früher oft genannt wurden) können bei allen Kindern vorkommen und sind nicht als Hinweis auf falsche Erziehung durch die Eltern zu werten. Nicht alle Kinder durchlaufen diese Phasen jedoch in gleicher Intensität. Manche Kinder reagieren sehr heftig auf kleine Frustrationen, andere wirken allgemein eher gelassen. Erlebt ein Kind immer wieder sehr heftige Gefühlsausbrüche, dann braucht es aber die Unterstützung seiner Bezugspersonen. Die eigenständige Gefühlsregulation kann das Kind dadurch erlernen, dass die Eltern ihm bei negativen Gefühlen beistehen, klar in ihren Forderungen bleiben, aber Verständnis für seinen Frust zeigen. Während eines Wutanfalles helfen keine langen Erklärungen und Argumente. Viel eher sollte man nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgehen. Wenige, klare Worte, mit ruhiger Stimme gesprochen, unterstützen das Kind dabei, sich wieder zu beruhigen. Wenn die größte Wut überwunden ist, können Bezugspersonen dem Kind Ideen anbieten, um seine Laune wieder zu heben.

Hier ein kleines Beispiel zu hilfreicher, emotionaler Unterstützung eines Kleinkindes:

 

Ein Ärgernis folgt auf das nächste. Es ist zum Verzweifeln! Erst räumt Mama die Maiskekse weg und sagt, es wären genug gewesen, dann fällt zweimal der Stapelturm um und danach nimmt Mama Felix auch noch das Ladekabel aus der Hand, welches er auf dem Wohnzimmertisch entdeckt hatte. Felix platzt schon fast vor Wut.

 

Wir alle kennen Gefühlszustände wie jenen, in welchem sich Felix in dieser Situation zu befinden scheint. Wir wissen: sich so zu fühlen, das ist mehr als unangenehm! Noch sehr viel unangenehmer als für uns, ist solch ein Empfinden jedoch für den 22 Monate alten Buben, der sich dieser Situation so völlig ausgeliefert erlebt. Er fühlt sich schlecht! Er weiß jedoch weder warum genau das so ist, noch was er dagegen tun könnte. Hier ist Felix noch ganz auf die Regulation und Unterstützung durch seine Eltern angewiesen.

Glücklicherweise hat Felix eine feinfühlige Mama, die das an diesem Tag gleich erkennt, sich selbst emotional gerade gut darauf einlassen kann und ihn fast instinktiv unterstützt.

 

Sie beugt sich zu Felix, der nun stampfend und weinend am Boden steht, hinunter und benennt seine Gefühle mit den Worten: „Oje, das ist kein guter Tag heute. Jetzt bist du schon richtig wütend. Das kann ich an deinem Gesicht erkennen.“

 

Felix bekommt so nicht nur eine Bezeichnung für seinen Gefühlszustand, sondern erhält auch gleich die Rückmeldung darüber, woran andere Personen seine Gefühle erkennen können. Den Gesichtsausdruck von Felix, den seine Mutter beschreibt, spiegelt sie ihm auch zurück. Während sie spricht, verzieht sie ebenfalls Mund und Augenbrauen. Auch dadurch erhält Felix Informationen, die ihm helfen, seine Emotionen besser einzuordnen und zu verstehen.

 

Seine Mama hilft Felix darüber hinaus auch bei der Regulation seiner Wut, indem sie meint: „Ich denke, dann müssen wir etwas Anderes finden, was genauso spannend ist. Das Ladekabel ist gefährlich und kann leicht kaputt werden. Wollen wir vielleicht mal wieder die Schienen aufbauen? Das haben wir lange nicht gemacht.

 

Sie versucht Felix aus der unangenehmen Gefühlslage herauszuhelfen, indem sie ihm etwas Aufmunterndes anbietet, von dem sie annimmt, dass es ihm gefallen könnte.

Das Gesicht von Felix entspannt sich, er schaut seine Mama an, nickt und geht mit ihr zur Spielzeugkiste.

 

Wenn Kinder verstehen, was genau da in ihnen vorgeht, wenn Gefühle sie überkommen, und wenn sie diese auch regulieren können, dann haben die Kinder viele kleine Fertigkeiten erworben, die für ein zufriedenes Aufwachsen in unserer Gesellschaft ganz essenziell sind. So sind sie ihren Emotionen nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern können ihr eigenes Empfinden ganz selbstwirksam mit beeinflussen.

           

Im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen ihr eure Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen könnt. Einen weiteren kleinen Grundstein legen wir in der Plauderherzen-Gruppe im Biolino. Hier hören und erleben die Kinder, dass es Gefühle gibt, wie sie benannt werden und was man bei schlechten Gefühlen eventuell tun kann, um sich wieder besser zu fühlen.

                                                                     

Wir treffen uns immer dienstags und plaudern darüber, was jeder von uns so auf dem Herzen hat. Alle Infos zu meiner Plauderherzen Gruppe findest du hier. Und meine Kinderspaß Gruppe findest du hier

 

Kommt vorbei, ich freu mich auf euch!

Theresa

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Fr

04

Nov

2016

Die Master Mum in dir

Von Mag. Ruth Bernhardt, R-SOURCE.at, Coaching, Kinesiologie, Reiki

 

Ich erinnere mich noch so gut als wäre es gestern gewesen. An die Geburt meines Sohnes. An meine Geburt als Mama…

 

Ich weiß noch so genau, wie verunsichert ich war. Was ist denn jetzt richtig? Was ist falsch? Was tut meinem Kind gut? Wie schade ich ihm vielleicht total?

 

Konkret: Wie wickel ich mein Kind denn am Besten? (Stoff? Wegwerfwindeln?) Wie füttere ich mein Kind denn am Besten? (Stillen nach Bedarf? Stillen nach bestimmtem Rhythmus?) Wann beginne ich mit Beikost? (und dann: mit welcher? und: wie?) Wie krieg ich das mit dem Schlafen hin? (Herumtragen? Oder nicht? Schlafzeiten-Tagebuch? Schlaf-Programm?) Trage ich im Tuch oder in einer Trage? Oder doch lieber im Kinderwagen? Soll ich in einen Babykurs? Und wenn ja, dann in welchen? Ab wann darf denn eine Babysitterin auf mein Kind aufpassen? Ab welchem Alter darf ich denn mit meinem Kind verreisen? In welcher Kinderkrippe melde ich mein Kind an? Und für welches Alter? etc.etc.etc.etc.

 

Ich hatte wahnsinnig viel gelesen und mich über viel informiert….aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich gerade das noch hilfloser machte. Irgendwer behauptete ja immer das Gegenteil von dem, was ich gerade noch für richtig hielt. Ich hatte das Gefühl: egal, wie ich es mache - irgendwie ist es dann ja doch falsch!

 

Und ich hatte mein Kind schon nicht so auf die Welt bringen können, wie ich es für „optimal“ empfunden hätte….nein, mein Sohn kam per Notkaiserschnitt auf die Welt. In meiner Vorstellung einer „perfekten Mama“ musste ich dann also zumindest ab sofort alles richtig machen….

Den Druck, den ich mir damit selbst auferlegte, kann man sich vorstellen…pfuh.

 

Das Projekt „perfekte Mama“ konnte eigentlich auch nur schiefgehen…denn wer würde mir jemals bescheinigen, dass ich alles richtig mache? Wer würde mir das Zertifikat „perfekt“ denn ausstellen? Was ist denn auch überhaupt schon perfekt? Wer entscheidet das?

Ich merkte: So fühlt sich das nicht gut an für mich - irgendetwas muss ich verändern!

 

Und ich entdeckte für mich, dass nur ein einziger Mensch entscheiden konnte, wie ich mich als Mama fühle, welchen Weg ich als Mama gehen möchte und welche Entscheidungen ich treffe – ICH :-)

 

Und dass – wenn alles, was ich tue, für irgendwen falsch sein kann, auch alles für irgendwen richtig sein kann. Kommt ja nur auf die Perspektive an :-))

 

Und das aller Wichtigste: dass ich als Mama mit so viel natürlicher Intuition und Weisheit ausgestattet bin, dass ich gut spüre, was für mich und mein Kind gut ist bzw. uns gut tut. Ich darf mich auf diese Intuition verlassen. Ich darf ihr wirklich vertrauen. Und auch darauf, dass ich die richtige Unterstützung im richtigen Moment finde, falls ich mal unsicher bin.

 

In jeder einzelnen Mama steckt diese Intuition, diese innere Weisheit, dieses Bauchgefühl. Sie ist sozusagen unser „Werkzeug“ als Mama. Oft haben wir aber aufgehört, ihr zu vertrauen, auf sie zu hören. Weil wir sie vielleicht längere Zeit vernachlässigt haben. Oder nicht glauben können, dass in uns selbst etwas so wertvolles steckt. Oder weil wir uns mit alten Glaubenssätzen und Denkmustern selbst so blockieren, dass wir sie quasi übertönen.

 

Die MasterMum Gruppe begleitet dich genau dort wieder hin….zu deinem eigenen, individuellen Weg als Mama – und als Frau! Zu einem Weg, den du kraftvoll gehen kannst, auf dem es DIR gut geht. Denn dann kannst du auch kraftvoll Mama sein. Frau. Partnerin.

 

Die Termine für 2017 findest du hier!

 

♥ Jede Mama ist herzlich willkommen ♥

 

Schreib einfach ein Mail an ruth@r-source.at oder eine Nachricht über Facebook (https://www.facebook.com/beMasterMum). Dort findest du auch alle Termine und Infos.

 

♥♥♥ Tu, was dir gut tut ♥♥♥

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Do

13

Okt

2016

Achtsamkeit im Alltag

Von Natascha Unger, Qi Gong und Achtsamkeits-Trainerin mit eigenen Kursen im Biolino Institut

Kannst du dich hier wiedererkennen?

Der Wecker klingelt und gleich gehst du gedanklich den Tag terminlich durch. Du hüpfst schnell unter die Dusche, isst eine Kleinigkeit, machst die Kinder fertig für Kindergarten und Schule und fährst in die Arbeit. Hast du auch den Ausflug nicht vergessen und das Mitteilungsheft unterschrieben? Am Weg in die Arbeit beantwortest du die ersten Sms- und Whats App-Nachrichten. Am Arbeitsplatz warten (wie immer) viel zu viele Aufgaben. Du beantwortest Mails und führst während dessen das ein oder andere Telefonat. Zwischendurch isst du schnell zu Mittag und notierst dir gedanklich schon die Einkaufsliste fürs Abendessen. Und war da nicht noch der Kinderarzttermin und die Theateraufführung des Ältesten? Dienstschluss: du holst die Kinder ab, kümmerst dich um ihre Hausaufgaben und kochst nebenbei. Irgendwann möchtest du auch noch etwas Sport hineinquetschen und dich mit Freunden treffen oder vielleicht noch kurz dem Hobby nachgehen. Ach, und für den Partner solltest du ja eigentlich auch etwas Zeit übrig haben. Jeden Tag das gleiche - irgendwann fällst du todmüde ins Bett.

Beim Blick auf den Kalender stellst du überrascht fest, dass das Jahr bald wieder zu Ende geht. Was hast du alles erlebt? Das eine oder andere fällt dir noch ein, vieles schon gar nicht mehr. Im Urlaub hast du alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert, immer mit dem Blick auf die Uhr, damit sich alles geplante ausgeht und du ja nichts versäumst. Und hoppla, schon war die entspannteste Zeit im Jahr vorbei und du sehnst dich gleich am ersten Tag in der Arbeit wieder nach dem nächsten Urlaub.

 

Gefangen im Hamsterrad

Wer kennt diese oder ähnliche Situationen nicht? Die Beanspruchungen des Alltags werden immer größer und die dauernde Erreichbarkeit lässt uns kaum zur Ruhe kommen. Die Zeit für dich selbst hast du (wenn überhaupt noch vorhanden) zu kurzen Momenten degradiert. Dein Körper rebelliert regelmäßig, was du aber entweder ignorierst oder mit kurzfristigen Maßnahmen abstellst – du hast ja keine Zeit um krank zu sein. Ab und zu kommen jedoch diese Momente, diese ganz leisen Stimmen, die dir sagen, dass alles zu viel ist, dass es nicht mehr schaffbar ist. Du sackst erschöpft zusammen und für kurze Zeit gewinnen die aufgestauten Emotionen die Oberhand. Aber bald hast du dich wieder unter Kontrolle. Weiter geht’s! Schwäche darf doch nicht gezeigt werden und die anderen schaffen es ja auch.

Möchtest du dieser täglichen Spirale entkommen und mehr Wert in dein Leben bringen? Ich lege dir Achtsamkeit wärmend ans Herz. Sie stellt für die Bewältigung dieser Beanspruchungen eine große Hilfe dar.

 

Was heißt Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Das Grundprinzip dabei ist: es darf alles so sein, wie es ist – ohne es zu bewerten. All unsere Wahrnehmungen werden vom Gehirn aufgrund der im Laufe unseres Lebens gemachten Erfahrungen interpretiert und bewertet. Bei Achtsamkeit geht man wieder zurück zu den Sinnen und versucht dabei, diese Bewertung des Gehirns auszuschalten bzw. sich dessen bewusst zu werden. Das bedeutet, zu fühlen, zu schmecken, zu hören, zu riechen und den Körper wahrzunehmen ohne es gleich wieder in einer vorgefertigten Schublade abzulegen. Das ist jedoch schwieriger als man vermuten würde, denn diese automatisierte Interpretation des Gehirns dauert ungefähr 1/10 000 Sekunde!

 

Wie praktiziert man Achtsamkeit?

Es geht bei der Achtsamkeit vor allem darum, sich selbst und allem rundherum bewusst zu werden. Dies funktioniert am besten über unsere Sinne. Ein gutes Beispiel ist achtsam zu essen: wirklich jeden Bissen genießen, wahrnehmen, wie etwas schmeckt, wie sich das Essen auf der Zunge anfühlt, usw., und dabei vollkommen bei dieser einen Sache zu sein und nicht nebenbei Zeitung lesen, fernsehen, telefonieren, usw.

Tägliche Hausarbeiten nicht als Muss ansehen, sondern diese bewusst durchführen, beim Geschirr abwaschen nicht gleichzeitig telefonieren, beim Bügeln sich nicht vom Fernseher berieseln lassen, beim Hausputz ganz bewusst die Gedanken abschalten, sich nur darauf konzentrieren, was man gerade tut und wie es sich anfühlt.

 

Ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass die besten Ideen gerade in solchen Momenten auftauchen, wo es in deinem

Kopf ganz ruhig ist.

Achtsamkeit am Morgen

Beginne den Tag mit Achtsamkeit: springe nach dem der Wecker geläutet hat nicht gleich hektisch auf, sondern bleibe ein paar Minuten im Bett liegen. Atme bewusst ein und aus und spüre in deinen Körper hinein. Es wird dir gut tun, den Tag mit Entschleunigung zu startet!

Deine Ich-Zeiten im Alltag

Wenn du ein Mensch mit vollem Terminkalender bist, empfiehlt es sich, Ich-Zeiten darin einzutragen. Egal wie viel Zeit du dir dafür nimmst, wichtig dabei ist nur, dass du sie ungestört verbringen kannst.
Zum Beispiel mit Meditation, Bodyscan, Entspannungstechniken oder meditativen Bewegungsformen, wie Qi Gong, Taijiquan oder Yoga. Hierbei kannst du Energie tanken, die du für den Alltag nur allzu gut brauchen kannst.

 

Hör auf dich und deinen Körper

Einer der wichtigsten Faktoren ist, auf seinen eigenen Körper zu hören und zu spüren, was einem gut tut und was nicht. Nimm bewusst wahr, wie du dich fühlst. Sowohl körperliche Beschwerden (die ja immer Warnzeichen sind) als auch deine Gefühle, solltest du nicht ignorieren. Nimm sie ernst und akzeptiere, dass sie da sind. So kann eine Loslösung davon beginnen.

 

Overload im Gehirn

Unser Gehirn produziert rund 60.000 Gedanken pro Tag. Diese sind meist entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft angesiedelt. Die Vergangenheit kann nicht mehr verändert werden, auch wenn man es noch so gerne möchte, und die Zukunft lässt sich nicht wirklich beeinflussen. Es hilft dir auch nicht, wenn du dir über etwas Sorgen machst, was vielleicht auch niemals eintreffen wird.

 

Hinterfrage deine Termine und Aufgaben

  • Wie viel davon muss wirklich sein?
  • Kannst du einigen Terminen weniger Zeit widmen?
  • Müssen manche Aufgaben wirklich getan werden?

 

Viel hängt dabei von deiner Einstellung ab: es macht nun mal einen großen Unterschied, ob man zur Arbeit gehen MUSS – man braucht ja schließlich (immer mehr) Geld für die vielen (vielleicht auch unnötigen?) Dinge des Lebens – oder ob man sich dazu entscheidet, heute in die Arbeit zu gehen, weil man es MÖCHTE (um sich gewisse Annehmlichkeiten leisten zu können).

 

Hinterfrage deine Prioritäten

  • Was ist wichtig für mich und warum?
  • Gibt es vielleicht Dinge in meinem Leben, die nur deswegen einen großen Stellenwert haben, weil es die gesellschaftlichen Regeln vorschreiben? 
  • Wie viel tue ich nur deswegen, weil ich von Perfektionismus getrieben werde?
  • Was ist vielleicht nur deswegen bedeutend für mich, weil es mir von den Medien suggeriert wird?
  • Wie viel kann ich einfach loslassen in meinem Leben, ohne dass es mir wirklich fehlen würde?

 

Das alles hört sich in der Theorie sehr leicht an: einfach all die unnötigen Gedanken und jahrelang bestehenden, festgefahrenen Muster loslassen. In der Praxis ist dies doch ein schwieriger und langwieriger Prozess, der sich aber auf alle Fälle auszahlt.

Stress lässt sich in unserem heutigen Leben kaum noch vermeiden.
Den Unterschied machen jedoch die Sichtweise und die jeweilige Art des Umgangs mit diesem.

 

SOS-Achtsamkeitsübung

Wenn dir mal wieder tausend Gedanken im Gehirn herumspuken und du vollkommen gefangen bist im Hamsterrad, dann halte einfach mal kurz inne, spüre in deinen Körper hinein und nimm deinen Atem bewusst wahr, ohne ihn dabei kontrollieren zu wollen.
Das führt dich sehr schnell zurück in das Hier und Jetzt. Lass alles so sein wie es nun mal gerade ist. Auch wenn es ganz anders ist, als du es gerne hättest.

 

Das Gegenteil von der Achtsamkeit ist der innere Widerstand: sei freundlich und sanft zu dir selbst, lass deinen Perfektionismus mal außen vor, beurteile oder verurteile dich nicht, sondern lass Raum für Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt dir selbst gegenüber.

 

Ganz wesentlich dabei ist: bleib realistisch! Es funktioniert am Anfang nur sehr schwer, die Gedanken bei den alltäglichen Arbeiten, die normalerweise automatisch ablaufen, zu beruhigen oder bei Entspannungstechniken den mentalen Lärm abzuschalten. Es ist in der Arbeit oder in der Familie nicht immer machbar, sich nur auf diese eine Aufgabe zu konzentrieren und manchmal stürzt nun mal gerade alles auf einen ein – aber das ist auch in Ordnung. 

Fang mit Kleinigkeiten an und mit der Zeit, wenn es dir etwas leichter fällt, wird sich deine Achtsamkeit automatisch ausweiten. Dabei ist es wichtig, dass du dich selbst beobachtest und auch liebevoll wahrnimmst, wenn es nicht funktioniert. Auch das ist Achtsamkeit.

Ich freu mich, dich in meinem Qi Gong Kurs begrüßen zu dürfen, oder dich beim Biolino Baby-Café zu sehen.

 

Alles Liebe,

Natascha

1 Kommentare

Do

16

Nov

2017

Friede, Freude, Eierkuchen - 3 Tipps für mehr Gelassenheit im (Eltern)Alltag

Von: Bianca Hernandez BSc, Elternpfade – Reisebegleitung für Schwangerschaft und Familie, Spielgruppen und mentale Geburtsvorbereitung im Biolino

Hallo liebe Mama, lieber Papa,

In heutigen Artikel geht’s um dich! Und darum dir drei Ideen mitzugeben wie du dir a la Pippi Langstrumpf, die Welt so machst, wie sie dir gefällt. Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wie? Wie soll das bitte gehen? Es gibt doch so viele Dinge und Umstände an denen ich einfach nichts ändern kann.“ Und ja, du hast Recht es gibt viele äußere Umstände, an denen man von außen nichts ändern kann.

 

Allerdings gibt es eben immer die Möglichkeit an sich selbst zu justieren und damit auch in der äußeren Welt Änderung zu schaffen. Nachdem wir uns ja immer in einem System (Familie, Beziehung, Arbeit…) befinden, bringt jede kleine Veränderung an uns selbst, auch Veränderung in unserem Umfeld.

Jede Veränderung an uns selbst, bringt auch Veränderung in unserem Umfeld.

Das kann man sich vorstellen wie bei einem Uhrwerk, das aus vielen Zahnrädern zusammengesetzt ist. Und genau wie bei diesem Uhrwerk hat jedes Zahnrad eine Aufgabe und bewegt bzw. beeinflusst die anderen Zahnräder und somit auch das was am Ende herauskommt, in dem Fall eben die Uhrzeit.

 

Aber nun weg von den theoretischen Bildern, hin zum spannenderen Teil, nämlich was man denn so an sich verändern kann um mehr von dem zu bekommen, was man eigentlich möchte.

 

Also los geht’s!

Wie geht’s dir heute?

Gut? Müde? Traurig? Glücklich? Gestresst? Überarbeitet? Oder total entspannt? Irgendwie geht’s uns immer. Manchmal nehmen wir das bewusster war, und manchmal stecken wir so in unseren eingefahrenen Alltagsdingen drinnen, dass wir gar nicht so genau bemerken, was sich in unserer Gefühlswelt eigentlich so abspielt. Aus dem Mentaltraining weiß man, dass es unsere Gedanken sind, die zu Gefühlen bzw. Emotionen führen. Die Emotionen sind es wiederum die unsere Handlungen bzw. Aktionen bewirken und die gesetzten Aktionen liefern dann die Ergebnisse. Diese Ergebnisse sehen und spüren wir in unserem Leben.

Nr. 1 Gedanken beobachten und aktiv wählen

Ein supernützliches Werkzeug ist es einfach mal seine Gedanken zu beobachten und bewusst wahrzunehmen, was eigentlich gerade da ist. Bist du gestresst? Spürst du, dass dein Puls steigt, weil dein Kind aus unerfindlichen Gründen weint und nicht damit aufhört? Oder hast du einen Termin und dein kleiner Liebling, will und will einfach genau jetzt keine frische Windel angezogen bekommen? Das sind die Momente, in denen unsere Gedanken unsere körperlichen Reaktionen maßgeblich steuern. Die Stresskaskade, die da durch unsere Gedanken gestartet wird, setzt sich auch in unserem Körper fort und wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist, ist es oft eine echte Herausforderung aus dem einmal gestarteten Programm auszusteigen. Aber das Gute ist, es gibt immer Möglichkeiten.

 

Eine davon ist es den Gedanken, die gerade da sind einfach mal nur Beachtung zu schenken. So etwas wie „Wow, ich bin grad echt gestresst.“  oder „Ich weiß grad gar nicht, was ich machen soll. Ich brauch einen Moment zum Nachdenken.“ Allein das aktive Durchdenken dieser Sätze wird dir Erleichterung verschaffen, weil du sie aus dem Unbewussten in dein Tagesbewusstsein geholt hast. Ein weiterer Vorteil ist, dass du nun in der Position bist zu entscheiden, ob dir diese Gedanken hilfreich sind oder eben nicht. In etwa so: „Ok, also ich bin grade echt gestresst. Aha, das sehe ich, will ich das aber auch?“ Und die Antwort wird wahrscheinlich Nein sein.

Entwickle deine persönliche Superkraft - nämlich die Wahl deiner Gedanken!

Hier greift der Grundsatz Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Abgesehen, davon dass du natürlich schon unglaublich super und voll cool und überhaupt unglaublich bist, gibt es meistens noch Bereiche in denen man sich verbessern kann, oder? Und sich aktiv auszusuchen, was einen beeinflusst und was nicht, grenzt doch schon fast an eine Superkraft, die einem das Leben definitiv erleichtert, was meinst du? 

 

Also probier es mal aus: Gedanken wahrnehmen, aktiv durchdenken und entscheiden, ob du sie haben möchtest oder nicht. 

Nr. 2 Muster durchbrechen

Wenn du das tust, was du immer getan hast, wirst du bekommen was du immer bekommen hast. (Tony Robbins)

 

Dieser Satz ist genauso schlau, wie einfach, findest du nicht auch? Denn es macht einfach Sinn, dass gleicher Input immer die mehr oder weniger gleichen Ergebnisse bringen wird. Was heißt das aber für den Elternalltag, bitte? Es heißt, dass du mal schauen könntest, wo dir immer wieder ähnliche Situationen begegnen, die dir nicht gefallen, dir unangenehm sind oder dich stressen. Und dann versuch mal genau das Gegenteil zu machen. 

 

Du ärgerst dich grad, weil dein Partner/in nach der Arbeit wieder mal auf die Couch fällt, anstatt sich dir, dem Kinde oder dem Haushalt zuzuwenden? Dann mach doch mal etwas, was du sonst nie machen würdest.

 

 

Stell dich vor sie/ihn hin und singe ein Lied für deine bessere Hälfte, mach einen Scherz oder wirf dich selbst auch genüsslich auf die Couch. Das Ergebnis ist bestimmt ein anderes als du sonst immer bekommen hast. Schau es dir an und überlege, ob das Ergebnis so war wie du es dir wünscht und wenn nicht, dann probiere beim nächsten Mal was Neues. 

Neues Verhalten führt zu neuen Ergebnissen

Je öfter wir neue Dinge ausprobieren, desto kreativer wird unser Gehirn wieder, das sich einfach schon daran gewöhnt hat in, über die Jahre etablierten Gedankenfahrbahnen zu verkehren. Früher oder später wird dein Geist auch die passende Lösung finden für das, was du gerne hättest.

 

Das Wichtige ist es auszuprobieren und nicht aufzuhören. Dir wird es damit besser gehen, weil du dich dann gedanklich nicht mehr zum hilflosen Opfer der Umstände machst, sondern aktiv dein Leben erschaffst.

Nr. 3 Dankbarkeit zu einer Routine werden lassen

Schenkt man den führenden Weltreligionen, vielen Lebenscoaches und noch viel mehr Büchern über positive Psychologie Glauben, ist Dankbarkeit eine Medizin, die uns allen guttut. Und ja es stimmt, Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass uns auch in den schwersten Momenten helfen kann. Doch warum nur in schwierigen Situationen darauf besinnen? Unser Gehirn ist plastisch und nach dem Grundsatz die Energie fließt dorthin wo die Aufmerksamkeit liegt, werden deine Gedanken und Gefühle positiv geprägt, wenn du dir regelmäßig die Dinge ins Gedächtnis rufst für die du dankbar bist. 

Dankbarkeit verschönert dein Leben, probiers mal aus!

Eine sehr schöne und ganz einfache Routine, die deine Welt verändern kann, ist es jeden Abend vor dem Schlafen gehen darüber nachzudenken, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Wird am Ende des Tages noch einmal der Fokus auf diese positiven Dinge gelenkt, veränderst du dadurch auch die Wahrnehmung, der weniger schönen Ereignisse. Du erschaffst dir also deine positive Welt. Cool, oder? Und diese Übung ist auch ein wunderschönes Ritual für Kinder, denn es hilft ihnen den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken und prägt somit ihre gesamte Gedankenstruktur. Ein Geschenk von dem sie später bestimmt einmal profitieren werden.

 

Also probiers mal aus. Im Stillen für dich, aber auch mit deinen Kindern oder deinem Partner. Ich bin mir sicher, dass es etwas verändern wird.

 

So nun sind wir schon am Ende dieses Blogartikels, danke dir, dass du dran geblieben bist und darüber nachdenkst wie du dein Leben und das deiner Familie positiv verändern kannst. Dafür hast du definitiv ein großes Kompliment verdient. Ich wünsche dir viel Spaß, Lachen und Zufriedenheit in deinem Leben.

Mehr von Elternpfade gefällig?

Wenn dir gefallen hat was du hier gelesen hast, dann schau doch mal auf der Elternpfade Webseite vorbei. Demnächst startet die zweite Runde unserer Spielgruppen (Babystunde & Ministunde) für Kinder von 0-2,5 Jahre im Biolino Institut und ich freu mich darauf, viele von Euch kennenzulernen.

 

 

Hast du Fragen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge, dann melde dich gerne  unter hallo@elternpfade.at.

Fr

10

Nov

2017

Entspannt einkaufen und danach das Wochenende mit den Kindern genießen!

Von: Mag. Andrea Krall, Tierischer Kreativgarten - Sinnesspielgruppe für Kinder

It's beginning to look a lot like Christmas…

Schneller als uns lieb ist, ist Weihnachten da. Dann beginnt wieder der große Einkaufsmarathon. Wir laufen herum, hasten von Geschäft zu Geschäft und trinken vielleicht noch schnell einen Punsch im Vorbeigehen. Das alleine klingt schon stressig, aber was machen Mama und Papa, wenn noch etwas besorgt werden muss?

 

Sich mit den Kindern am Einkaufssamstag in die Menschenmassen zu wagen, ist mehr als stressig und nur online bestellen, geht oft auch nicht.

 

Für Eltern die ihren Kindern und sich selbst diesen Stress ersparen möchten, gibt es jetzt die Samstags-Workshops im Biolino.

 

Während die Kinder kreativ sind, haben Mama und Papa genügend Zeit, um Besorgungen zu machen. Das entspannt Eltern und Kind. Die Kinder, weil sie nicht mit in die Menschenmassen müssen und stattdessen Spaß haben dürfen. Die Eltern, da sie wissen, dass sie schneller mit ihren Einkäufen fertig sind und dann das restliche Wochenende für ihre Kinder Zeit haben.

 

Ihr wollt aber eigentlich gemeinsam mit euren Kindern basteln? Kein Problem, wir basteln auch Dinge, die die Kinder später mit euch gemeinsam ausprobieren können.

 

So gibt es für das restliche Wochenende auch noch Spiel und Spaß.

(Wenn ein Elternteil gerne mitbasteln möchte, ist es aber natürlich trotzdem willkommen.)

 

Die Termine und weiteren Informationen findest du hier

Wir freuen uns auf dich und deine Kinder.

Di

03

Okt

2017

Kleine Herzen voll großer Gefühle

Theresa Hauck, Kleinkindpädagogin

Wissenswertes zur emotionalen Entwicklung von Kleinkindern und zu den Möglichkeiten, sie darin zu unterstützen

Schon frisch geschlüpfte Babys erleben intensive Gefühle, sind aber noch fast zur Gänze auf die Unterstützung von außen – also die Regulation durch ihre Bezugspersonen - angewiesen. Wenn ein Baby laut zu schreien beginnt, dann weiß es selbst nur, dass sich da gerade etwas überhaupt nicht gut anfühlt. Es kann allerdings noch nicht feststellen, wo das Problem liegt und auch nicht, was geschehen müsste, dass es ihm wieder besser geht. Das Baby ist hier ganz auf Mama und Papa angewiesen, die im Idealfall erkennen, was das Baby nun braucht und ihm das auch geben können.

Stress - ein unangenehmes Durcheinander im Kopf

Bei der Geburt sind bei Babys vor allem jene Hirnregionen schon fertig ausgebildet, die sie sehr instinktiv, heftig und rasch auf Impulse antworten lassen. Das Stresssystem von Babys und auch Kleinkindern wird schnell hochgefahren und lässt sie auf vermeintliche Kleinigkeiten stark reagieren. Das ergibt durchaus Sinn: Es schützt sie, verhindert, dass sie übersehen oder vergessen werden, und führt die Bezugspersonen rasch herbei. Bis das Kind Hilfe von Mama oder Papa erhält, geht es ihm aber gar nicht gut. Mit einem voll hochgefahrenen Stresssystem ist nicht zu spaßen! Für die Eltern sind die dann teilweise sehr heftigen Gefühlsausbrüche der Kleinen nicht immer gut nachvollziehbar.

 

Wenn sich ein Kleinkind schreiend und tobend auf den Fußboden wirft, dann tut es das niemals, weil es seine Eltern quälen oder blamieren möchte! Es ist zu 100 % auf deren Fürsorge und Zuwendung angewiesen. Diese möchte es bestimmt nicht verlieren! Das Kind ist lediglich mit der Situation überfordert und braucht Hilfe von Mama und Papa!

 

Kleine Kinder – große Wut

Die „Trotzphasen“ (wie sie früher oft genannt wurden) können bei allen Kindern vorkommen und sind nicht als Hinweis auf falsche Erziehung durch die Eltern zu werten. Nicht alle Kinder durchlaufen diese Phasen jedoch in gleicher Intensität. Manche Kinder reagieren sehr heftig auf kleine Frustrationen, andere wirken allgemein eher gelassen. Erlebt ein Kind immer wieder sehr heftige Gefühlsausbrüche, dann braucht es aber die Unterstützung seiner Bezugspersonen. Die eigenständige Gefühlsregulation kann das Kind dadurch erlernen, dass die Eltern ihm bei negativen Gefühlen beistehen, klar in ihren Forderungen bleiben, aber Verständnis für seinen Frust zeigen. Während eines Wutanfalles helfen keine langen Erklärungen und Argumente. Viel eher sollte man nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgehen. Wenige, klare Worte, mit ruhiger Stimme gesprochen, unterstützen das Kind dabei, sich wieder zu beruhigen. Wenn die größte Wut überwunden ist, können Bezugspersonen dem Kind Ideen anbieten, um seine Laune wieder zu heben.

Hier ein kleines Beispiel zu hilfreicher, emotionaler Unterstützung eines Kleinkindes:

 

Ein Ärgernis folgt auf das nächste. Es ist zum Verzweifeln! Erst räumt Mama die Maiskekse weg und sagt, es wären genug gewesen, dann fällt zweimal der Stapelturm um und danach nimmt Mama Felix auch noch das Ladekabel aus der Hand, welches er auf dem Wohnzimmertisch entdeckt hatte. Felix platzt schon fast vor Wut.

 

Wir alle kennen Gefühlszustände wie jenen, in welchem sich Felix in dieser Situation zu befinden scheint. Wir wissen: sich so zu fühlen, das ist mehr als unangenehm! Noch sehr viel unangenehmer als für uns, ist solch ein Empfinden jedoch für den 22 Monate alten Buben, der sich dieser Situation so völlig ausgeliefert erlebt. Er fühlt sich schlecht! Er weiß jedoch weder warum genau das so ist, noch was er dagegen tun könnte. Hier ist Felix noch ganz auf die Regulation und Unterstützung durch seine Eltern angewiesen.

Glücklicherweise hat Felix eine feinfühlige Mama, die das an diesem Tag gleich erkennt, sich selbst emotional gerade gut darauf einlassen kann und ihn fast instinktiv unterstützt.

 

Sie beugt sich zu Felix, der nun stampfend und weinend am Boden steht, hinunter und benennt seine Gefühle mit den Worten: „Oje, das ist kein guter Tag heute. Jetzt bist du schon richtig wütend. Das kann ich an deinem Gesicht erkennen.“

 

Felix bekommt so nicht nur eine Bezeichnung für seinen Gefühlszustand, sondern erhält auch gleich die Rückmeldung darüber, woran andere Personen seine Gefühle erkennen können. Den Gesichtsausdruck von Felix, den seine Mutter beschreibt, spiegelt sie ihm auch zurück. Während sie spricht, verzieht sie ebenfalls Mund und Augenbrauen. Auch dadurch erhält Felix Informationen, die ihm helfen, seine Emotionen besser einzuordnen und zu verstehen.

 

Seine Mama hilft Felix darüber hinaus auch bei der Regulation seiner Wut, indem sie meint: „Ich denke, dann müssen wir etwas Anderes finden, was genauso spannend ist. Das Ladekabel ist gefährlich und kann leicht kaputt werden. Wollen wir vielleicht mal wieder die Schienen aufbauen? Das haben wir lange nicht gemacht.

 

Sie versucht Felix aus der unangenehmen Gefühlslage herauszuhelfen, indem sie ihm etwas Aufmunterndes anbietet, von dem sie annimmt, dass es ihm gefallen könnte.

Das Gesicht von Felix entspannt sich, er schaut seine Mama an, nickt und geht mit ihr zur Spielzeugkiste.

 

Wenn Kinder verstehen, was genau da in ihnen vorgeht, wenn Gefühle sie überkommen, und wenn sie diese auch regulieren können, dann haben die Kinder viele kleine Fertigkeiten erworben, die für ein zufriedenes Aufwachsen in unserer Gesellschaft ganz essenziell sind. So sind sie ihren Emotionen nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern können ihr eigenes Empfinden ganz selbstwirksam mit beeinflussen.

           

Im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen ihr eure Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen könnt. Einen weiteren kleinen Grundstein legen wir in der Plauderherzen-Gruppe im Biolino. Hier hören und erleben die Kinder, dass es Gefühle gibt, wie sie benannt werden und was man bei schlechten Gefühlen eventuell tun kann, um sich wieder besser zu fühlen.

                                                                     

Wir treffen uns immer dienstags und plaudern darüber, was jeder von uns so auf dem Herzen hat. Alle Infos zu meiner Plauderherzen Gruppe findest du hier. Und meine Kinderspaß Gruppe findest du hier

 

Kommt vorbei, ich freu mich auf euch!

Theresa

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Fr

04

Nov

2016

Die Master Mum in dir

Von Mag. Ruth Bernhardt, R-SOURCE.at, Coaching, Kinesiologie, Reiki

 

Ich erinnere mich noch so gut als wäre es gestern gewesen. An die Geburt meines Sohnes. An meine Geburt als Mama…

 

Ich weiß noch so genau, wie verunsichert ich war. Was ist denn jetzt richtig? Was ist falsch? Was tut meinem Kind gut? Wie schade ich ihm vielleicht total?

 

Konkret: Wie wickel ich mein Kind denn am Besten? (Stoff? Wegwerfwindeln?) Wie füttere ich mein Kind denn am Besten? (Stillen nach Bedarf? Stillen nach bestimmtem Rhythmus?) Wann beginne ich mit Beikost? (und dann: mit welcher? und: wie?) Wie krieg ich das mit dem Schlafen hin? (Herumtragen? Oder nicht? Schlafzeiten-Tagebuch? Schlaf-Programm?) Trage ich im Tuch oder in einer Trage? Oder doch lieber im Kinderwagen? Soll ich in einen Babykurs? Und wenn ja, dann in welchen? Ab wann darf denn eine Babysitterin auf mein Kind aufpassen? Ab welchem Alter darf ich denn mit meinem Kind verreisen? In welcher Kinderkrippe melde ich mein Kind an? Und für welches Alter? etc.etc.etc.etc.

 

Ich hatte wahnsinnig viel gelesen und mich über viel informiert….aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich gerade das noch hilfloser machte. Irgendwer behauptete ja immer das Gegenteil von dem, was ich gerade noch für richtig hielt. Ich hatte das Gefühl: egal, wie ich es mache - irgendwie ist es dann ja doch falsch!

 

Und ich hatte mein Kind schon nicht so auf die Welt bringen können, wie ich es für „optimal“ empfunden hätte….nein, mein Sohn kam per Notkaiserschnitt auf die Welt. In meiner Vorstellung einer „perfekten Mama“ musste ich dann also zumindest ab sofort alles richtig machen….

Den Druck, den ich mir damit selbst auferlegte, kann man sich vorstellen…pfuh.

 

Das Projekt „perfekte Mama“ konnte eigentlich auch nur schiefgehen…denn wer würde mir jemals bescheinigen, dass ich alles richtig mache? Wer würde mir das Zertifikat „perfekt“ denn ausstellen? Was ist denn auch überhaupt schon perfekt? Wer entscheidet das?

Ich merkte: So fühlt sich das nicht gut an für mich - irgendetwas muss ich verändern!

 

Und ich entdeckte für mich, dass nur ein einziger Mensch entscheiden konnte, wie ich mich als Mama fühle, welchen Weg ich als Mama gehen möchte und welche Entscheidungen ich treffe – ICH :-)

 

Und dass – wenn alles, was ich tue, für irgendwen falsch sein kann, auch alles für irgendwen richtig sein kann. Kommt ja nur auf die Perspektive an :-))

 

Und das aller Wichtigste: dass ich als Mama mit so viel natürlicher Intuition und Weisheit ausgestattet bin, dass ich gut spüre, was für mich und mein Kind gut ist bzw. uns gut tut. Ich darf mich auf diese Intuition verlassen. Ich darf ihr wirklich vertrauen. Und auch darauf, dass ich die richtige Unterstützung im richtigen Moment finde, falls ich mal unsicher bin.

 

In jeder einzelnen Mama steckt diese Intuition, diese innere Weisheit, dieses Bauchgefühl. Sie ist sozusagen unser „Werkzeug“ als Mama. Oft haben wir aber aufgehört, ihr zu vertrauen, auf sie zu hören. Weil wir sie vielleicht längere Zeit vernachlässigt haben. Oder nicht glauben können, dass in uns selbst etwas so wertvolles steckt. Oder weil wir uns mit alten Glaubenssätzen und Denkmustern selbst so blockieren, dass wir sie quasi übertönen.

 

Die MasterMum Gruppe begleitet dich genau dort wieder hin….zu deinem eigenen, individuellen Weg als Mama – und als Frau! Zu einem Weg, den du kraftvoll gehen kannst, auf dem es DIR gut geht. Denn dann kannst du auch kraftvoll Mama sein. Frau. Partnerin.

 

Die Termine für 2017 findest du hier!

 

♥ Jede Mama ist herzlich willkommen ♥

 

Schreib einfach ein Mail an ruth@r-source.at oder eine Nachricht über Facebook (https://www.facebook.com/beMasterMum). Dort findest du auch alle Termine und Infos.

 

♥♥♥ Tu, was dir gut tut ♥♥♥

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Do

13

Okt

2016

Achtsamkeit im Alltag

Von Natascha Unger, Qi Gong und Achtsamkeits-Trainerin mit eigenen Kursen im Biolino Institut

Kannst du dich hier wiedererkennen?

Der Wecker klingelt und gleich gehst du gedanklich den Tag terminlich durch. Du hüpfst schnell unter die Dusche, isst eine Kleinigkeit, machst die Kinder fertig für Kindergarten und Schule und fährst in die Arbeit. Hast du auch den Ausflug nicht vergessen und das Mitteilungsheft unterschrieben? Am Weg in die Arbeit beantwortest du die ersten Sms- und Whats App-Nachrichten. Am Arbeitsplatz warten (wie immer) viel zu viele Aufgaben. Du beantwortest Mails und führst während dessen das ein oder andere Telefonat. Zwischendurch isst du schnell zu Mittag und notierst dir gedanklich schon die Einkaufsliste fürs Abendessen. Und war da nicht noch der Kinderarzttermin und die Theateraufführung des Ältesten? Dienstschluss: du holst die Kinder ab, kümmerst dich um ihre Hausaufgaben und kochst nebenbei. Irgendwann möchtest du auch noch etwas Sport hineinquetschen und dich mit Freunden treffen oder vielleicht noch kurz dem Hobby nachgehen. Ach, und für den Partner solltest du ja eigentlich auch etwas Zeit übrig haben. Jeden Tag das gleiche - irgendwann fällst du todmüde ins Bett.

Beim Blick auf den Kalender stellst du überrascht fest, dass das Jahr bald wieder zu Ende geht. Was hast du alles erlebt? Das eine oder andere fällt dir noch ein, vieles schon gar nicht mehr. Im Urlaub hast du alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert, immer mit dem Blick auf die Uhr, damit sich alles geplante ausgeht und du ja nichts versäumst. Und hoppla, schon war die entspannteste Zeit im Jahr vorbei und du sehnst dich gleich am ersten Tag in der Arbeit wieder nach dem nächsten Urlaub.

 

Gefangen im Hamsterrad

Wer kennt diese oder ähnliche Situationen nicht? Die Beanspruchungen des Alltags werden immer größer und die dauernde Erreichbarkeit lässt uns kaum zur Ruhe kommen. Die Zeit für dich selbst hast du (wenn überhaupt noch vorhanden) zu kurzen Momenten degradiert. Dein Körper rebelliert regelmäßig, was du aber entweder ignorierst oder mit kurzfristigen Maßnahmen abstellst – du hast ja keine Zeit um krank zu sein. Ab und zu kommen jedoch diese Momente, diese ganz leisen Stimmen, die dir sagen, dass alles zu viel ist, dass es nicht mehr schaffbar ist. Du sackst erschöpft zusammen und für kurze Zeit gewinnen die aufgestauten Emotionen die Oberhand. Aber bald hast du dich wieder unter Kontrolle. Weiter geht’s! Schwäche darf doch nicht gezeigt werden und die anderen schaffen es ja auch.

Möchtest du dieser täglichen Spirale entkommen und mehr Wert in dein Leben bringen? Ich lege dir Achtsamkeit wärmend ans Herz. Sie stellt für die Bewältigung dieser Beanspruchungen eine große Hilfe dar.

 

Was heißt Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Das Grundprinzip dabei ist: es darf alles so sein, wie es ist – ohne es zu bewerten. All unsere Wahrnehmungen werden vom Gehirn aufgrund der im Laufe unseres Lebens gemachten Erfahrungen interpretiert und bewertet. Bei Achtsamkeit geht man wieder zurück zu den Sinnen und versucht dabei, diese Bewertung des Gehirns auszuschalten bzw. sich dessen bewusst zu werden. Das bedeutet, zu fühlen, zu schmecken, zu hören, zu riechen und den Körper wahrzunehmen ohne es gleich wieder in einer vorgefertigten Schublade abzulegen. Das ist jedoch schwieriger als man vermuten würde, denn diese automatisierte Interpretation des Gehirns dauert ungefähr 1/10 000 Sekunde!

 

Wie praktiziert man Achtsamkeit?

Es geht bei der Achtsamkeit vor allem darum, sich selbst und allem rundherum bewusst zu werden. Dies funktioniert am besten über unsere Sinne. Ein gutes Beispiel ist achtsam zu essen: wirklich jeden Bissen genießen, wahrnehmen, wie etwas schmeckt, wie sich das Essen auf der Zunge anfühlt, usw., und dabei vollkommen bei dieser einen Sache zu sein und nicht nebenbei Zeitung lesen, fernsehen, telefonieren, usw.

Tägliche Hausarbeiten nicht als Muss ansehen, sondern diese bewusst durchführen, beim Geschirr abwaschen nicht gleichzeitig telefonieren, beim Bügeln sich nicht vom Fernseher berieseln lassen, beim Hausputz ganz bewusst die Gedanken abschalten, sich nur darauf konzentrieren, was man gerade tut und wie es sich anfühlt.

 

Ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass die besten Ideen gerade in solchen Momenten auftauchen, wo es in deinem

Kopf ganz ruhig ist.

Achtsamkeit am Morgen

Beginne den Tag mit Achtsamkeit: springe nach dem der Wecker geläutet hat nicht gleich hektisch auf, sondern bleibe ein paar Minuten im Bett liegen. Atme bewusst ein und aus und spüre in deinen Körper hinein. Es wird dir gut tun, den Tag mit Entschleunigung zu startet!

Deine Ich-Zeiten im Alltag

Wenn du ein Mensch mit vollem Terminkalender bist, empfiehlt es sich, Ich-Zeiten darin einzutragen. Egal wie viel Zeit du dir dafür nimmst, wichtig dabei ist nur, dass du sie ungestört verbringen kannst.
Zum Beispiel mit Meditation, Bodyscan, Entspannungstechniken oder meditativen Bewegungsformen, wie Qi Gong, Taijiquan oder Yoga. Hierbei kannst du Energie tanken, die du für den Alltag nur allzu gut brauchen kannst.

 

Hör auf dich und deinen Körper

Einer der wichtigsten Faktoren ist, auf seinen eigenen Körper zu hören und zu spüren, was einem gut tut und was nicht. Nimm bewusst wahr, wie du dich fühlst. Sowohl körperliche Beschwerden (die ja immer Warnzeichen sind) als auch deine Gefühle, solltest du nicht ignorieren. Nimm sie ernst und akzeptiere, dass sie da sind. So kann eine Loslösung davon beginnen.

 

Overload im Gehirn

Unser Gehirn produziert rund 60.000 Gedanken pro Tag. Diese sind meist entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft angesiedelt. Die Vergangenheit kann nicht mehr verändert werden, auch wenn man es noch so gerne möchte, und die Zukunft lässt sich nicht wirklich beeinflussen. Es hilft dir auch nicht, wenn du dir über etwas Sorgen machst, was vielleicht auch niemals eintreffen wird.

 

Hinterfrage deine Termine und Aufgaben

  • Wie viel davon muss wirklich sein?
  • Kannst du einigen Terminen weniger Zeit widmen?
  • Müssen manche Aufgaben wirklich getan werden?

 

Viel hängt dabei von deiner Einstellung ab: es macht nun mal einen großen Unterschied, ob man zur Arbeit gehen MUSS – man braucht ja schließlich (immer mehr) Geld für die vielen (vielleicht auch unnötigen?) Dinge des Lebens – oder ob man sich dazu entscheidet, heute in die Arbeit zu gehen, weil man es MÖCHTE (um sich gewisse Annehmlichkeiten leisten zu können).

 

Hinterfrage deine Prioritäten

  • Was ist wichtig für mich und warum?
  • Gibt es vielleicht Dinge in meinem Leben, die nur deswegen einen großen Stellenwert haben, weil es die gesellschaftlichen Regeln vorschreiben? 
  • Wie viel tue ich nur deswegen, weil ich von Perfektionismus getrieben werde?
  • Was ist vielleicht nur deswegen bedeutend für mich, weil es mir von den Medien suggeriert wird?
  • Wie viel kann ich einfach loslassen in meinem Leben, ohne dass es mir wirklich fehlen würde?

 

Das alles hört sich in der Theorie sehr leicht an: einfach all die unnötigen Gedanken und jahrelang bestehenden, festgefahrenen Muster loslassen. In der Praxis ist dies doch ein schwieriger und langwieriger Prozess, der sich aber auf alle Fälle auszahlt.

Stress lässt sich in unserem heutigen Leben kaum noch vermeiden.
Den Unterschied machen jedoch die Sichtweise und die jeweilige Art des Umgangs mit diesem.

 

SOS-Achtsamkeitsübung

Wenn dir mal wieder tausend Gedanken im Gehirn herumspuken und du vollkommen gefangen bist im Hamsterrad, dann halte einfach mal kurz inne, spüre in deinen Körper hinein und nimm deinen Atem bewusst wahr, ohne ihn dabei kontrollieren zu wollen.
Das führt dich sehr schnell zurück in das Hier und Jetzt. Lass alles so sein wie es nun mal gerade ist. Auch wenn es ganz anders ist, als du es gerne hättest.

 

Das Gegenteil von der Achtsamkeit ist der innere Widerstand: sei freundlich und sanft zu dir selbst, lass deinen Perfektionismus mal außen vor, beurteile oder verurteile dich nicht, sondern lass Raum für Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt dir selbst gegenüber.

 

Ganz wesentlich dabei ist: bleib realistisch! Es funktioniert am Anfang nur sehr schwer, die Gedanken bei den alltäglichen Arbeiten, die normalerweise automatisch ablaufen, zu beruhigen oder bei Entspannungstechniken den mentalen Lärm abzuschalten. Es ist in der Arbeit oder in der Familie nicht immer machbar, sich nur auf diese eine Aufgabe zu konzentrieren und manchmal stürzt nun mal gerade alles auf einen ein – aber das ist auch in Ordnung. 

Fang mit Kleinigkeiten an und mit der Zeit, wenn es dir etwas leichter fällt, wird sich deine Achtsamkeit automatisch ausweiten. Dabei ist es wichtig, dass du dich selbst beobachtest und auch liebevoll wahrnimmst, wenn es nicht funktioniert. Auch das ist Achtsamkeit.

Ich freu mich, dich in meinem Qi Gong Kurs begrüßen zu dürfen, oder dich beim Biolino Baby-Café zu sehen.

 

Alles Liebe,

Natascha

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