So

03

Feb

2019

DIY: Hilfe bei Babys ersten Zähnchen

Mag. Catrin Fichtinger, Dipl. Pädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin und Inhaberin von Biolino e.U.

 

Mein SOS-Zahnungshilfe-Set bei Babys ersten Zähnen

Wow, diese kleinen Zähnchen haben es wirklich in sich. Heiße geschwollene Kauleisten, ein rotziges Näschen, rote raue Backen und manchmal sogar ein rötlicher Popo sind noch das Tüpfelchen auf dem i. Mein Mamaherz schmerzt, wenn ich meinen kleinen Löwenjungen so leiden sehe. Und weil ich das gar nicht aushalte, suche ich natürlich gleich nach einer Lösung, die für uns passt.

Der Baby-Markt hält ja einiges bereit, was auf den ersten Blick vielversprechend klingt. Bei „pflanzlichem Zahngel“ freu ich mich schon, fündig geworden zu sein. Nach genauerer Betrachtung kann ich aber nur mit dem Kopf schütteln. Bestandteil Nummer 1 ist Benzoesäure. Manch eine/r wird sich jetzt fragen: „Na und? Ist ja nur ein natürliches Konservierungsmittel.“ (E 210) Ganz so einfach ist es aber nicht. Ja, in der Natur kommt dieser Stoff in Pflanzen wie Himbeeren, Nelken und Zimt vor, aber für die (Nahrungsmittel-)Industrie wird er meist künstlich hergestellt und in Biolebensmitteln ist er sogar verboten. Warum, wenn er „nicht bedenklich“ ist? Studien zu Folge wird Benzoesäure mit Verdauungsbeschwerden und der Beeinträchtigung des Nervensystems in Verbindung gebracht. Vor allem bei der Einnahme über einen längeren Zeitraum. Du weißt sicher schon, worauf ich hinaus will. Babys zahnen furchtbar lange – sind ja auch ganz schön viele Zähnchen. 

Beim weiteren Studieren der Inhaltsstoffe wird mir schnell klar: So ein „pflanzliches Zahngel“ mit all seinen Konservierungsstoffen, Emulgatoren und unaussprechlichen Inhaltsstoffen möchte ich meinem Löwenjungen nicht ins Mäulchen schmieren. 

Ich frage mich durch die Mama-Community und bekomme viele wertvolle Tipps, unter anderem gekühlte Beißringe, Muttermilch-Eis, nasse Tüchlein zum Kauen, Brotrinde, Salbeitee, Homöopathie und Tinkturen mit ätherischen Ölen.

Wir probieren uns durch die ganze Bandbreite. Kaltes und Nasses mag er nicht. Er verzieht das Gesicht und das Muttermilcheis wirf er mir sogar mit einem lauten "Maaaaaam" nach. Brotrinde mag ich nicht. Die klebt echt überall und zwar bombenfest. Das geht gar nicht, wenn man ein ordnungsliebender Putzmuffel ist, wie ich. (Ja, das passt zusammen. :D) Mit den Zahnkügelchen merke ich keine Besserung, aber bei den ätherischen Ölen – da ist das Ergebnis echt überzeugend. 

Und so mache ich dem kleinen Löwenjungen gleich ein ganzes SOS-Zahnungshilfe-Set. Die Ölemischung für das Zahnfleisch wirkt abschwellend und entzündungshemmend, nimmt ihm den Schmerz und schmeckt ihm sogar. Die Salbe für die roten rauen Bäckchen wirkt auch gleich Wunder und bringt die schöne samtweiche Babyhaut zurück. Den Popospray nutze ich schon seit seiner Geburt, nachdem wir mit Windelsoor aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Das Eincremen des wunden Popos war damals eine Tortur – der selbstgemachte Popospray hingegen eine sehr wirkungsvolle Wohltat. Für das rotzige Näschen mische ich auch eine Salbe, mit der ich seine Nasenflügel und seinen Brustkorb einreibe – so inhaliert er die ätherischen Öle und kann gleich viel besser atmen. 

Meine Geheimwaffen sind Lavendelöl (Lavender), Gewürznelkenöl (Clove), römische Kamille (Roman Chamomile) und Fenchelöl (Fennel). Sie wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend, beruhigend und schleimlösend. Wie immer verwende ich nur 100% naturreine ätherische Öle von doTERRA, weil sich das Unternehmen einen eigenen Reinheitsgrad (CPTG) auferlegt hat, der noch höher ist, als es jede Aufsichtsbehörde vorgibt. Jedes Öl wird vor der Abfüllung mittels Gas-Chromatographie und Massenspektrometrie auf all seine Bestandteile getestet. Und zwar immer, nicht nur stichprobenartig. So kommt es auch vor, dass ein Öl nach einer schlechten Ernte nicht erhältlich ist – das nenne ich natürlich und ehrlich. Da wird nicht gepanscht, damit immer alles verfügbar ist. 

Meine Rezepte aus dem SOS-Zahnungshilfe-Set

Babyzähnchen-Öl

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25 ml Flasche mit Pumpe*

25 ml Bio-Öl aus deiner Küche
2 - 3 Tropfen Clove* (Gewürznelkenöl)
1 - 2 Tropfen Lavendel*

 

Fülle das biologische Öl in die Flasche und gib 2 - 3 Tropfen Clove (Gewürznelke) hinzu. Schüttle die Mischung gut und koste selbst, bevor du es deinem Kind auf die Kauleisten aufträgst. Die Gewürznelke ist scharf. Für dein Baby sollte die Mischung nur ganz dezent nach dem ätherischen Öl schmecken. Ich nehme ganz einfach einen sauberen Finger und wir spielen, dass der kleine Wurm sein Zahnfleisch kitzeln kommt. 

 

Rotznäschen-Salbe

Salbentigel*
40 g Bio-Sheabutter*
20 g Bio-Kakaobutter*
10 g Bio-Mandelöl*
3 Tropfen Lavendel*
3 Tropfen Fenchel*

 

Gib alle Zutaten bis auf die ätherischen Öle in ein Schüsselchen, das du über ein Wasserbad stellen kannst. Nun rühre über dem heißen Wasserbad so lange, bis alle Zutaten geschmolzen sind. Fülle die Flüssigkeit in deine/n Salbentigel und tropfe die ätherischen Öle hinzu. Nun schnell den Deckel drauf, denn sonst verflüchtigen sich die guten Stoffe. Nach dem Auskühlen verwende ich die Salbe, um sie meinem Löwenjungen auf die Nasenflügel, die Brust und den Rücken zu schmieren. Das mache ich nach Bedarf mehrmals täglich. Er liebt den Duft – das erkenne ich daran, dass er sein kleines Mäulchen immer ganz weit aufreißt und sie essen möchte. (Wäre sogar möglich.) 

Popospray

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100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz*

100 ml Bio-Mandelöl*
10 – 15 Tropfen Lavendel*

 

 

Fülle das Mandelöl in die Braunglasflasche, tropfe das Lavendelöl hinzu und schüttle die Mischung vor jeder Anwendung. Ich nutze es beim Wickeln und gebe einen Pumpstoß direkt auf das saubere Popschi des Löwenjungen. Aber auch bei kleinen Kratzern im Gesicht hilft es wunderbar und beim Baden nutzen wir es als Badezusatz, weil es so schön beruhigend und wohltuend ist.

Wind- und Wetter-Salbe

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Salbentigel*
40 g Bio-Sheabutter*
20 g Bio-Kakaobutter*
10 g Bio-Mandelöl*
OPTIONAL: 6 g Bienenwachskügelchen*
2 - 3 Tropfen römische Kamille*

 

 

Wie bei der Rotznäschen-Salbe gibst du alle Zutaten bis auf die ätherischen Öle in ein Wasserbad und rührst so lange, bis alles geschmolzen ist. Wenn du dich dafür entschieden hast, die  Bienenwachskügelchen zu nutzen, dauert es etwas länger. Alternativ kannst du auch Carnaubawachs oder Beerenwachs nutzen – beides habe ich leider nicht ökologisch verpackt gefunden. Vielleicht kannst du es dir in deiner Apotheke umweltfreundlich abpacken lassen?
Ich nutze die Salbe immer, wenn wir bei nass-kaltem Wetter das Haus verlassen. Anfangs habe ich einen Wind- und Wetterbalsam aus dem Drogeriemarkt verwendet. Leider ist der nicht gerade karenzbörserlfreundlich.  

Ich freu mich, wenn du meine Rezepte ausprobierst und mir dein Feedback schickst.

 

Alles Liebe,

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

 

* Unbeauftragte Werbung! Die aktuelle Rechtslage verpflichtet mich dazu Personen, Marken und Verlinkungen als Werbung zu kennzeichnen. Tja, dann habe ich soeben gerade Werbung gemacht. Sie ist allerdings ohne Auftrag. Es sind Tipps die meiner Recherche entspringen und die ich von Herzen weitergebe, weil sie in meinem Leben eine Bereicherung sind. Die Links zu den verschiedenen Produkten sind Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links ein von mir empfohlenes Produkt kaufst, bekomme ich ein paar Prozent als kleines Dankeschön für meine Zeit. Aber keine Sorge - du bezahlst immer das Gleiche. Vielen lieben Dank <3  

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So

13

Jan

2019

DIY: Raumspray gegen Baby-Kacka-Geruch selber machen

Mag. Catrin Fichtinger, Dipl. Pädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin und Inhaberin von Biolino e.U.

Ein Muss für die Babyerstausstattung

„Bei uns riecht es nach Baby-Kacka.“ Mein Mann steht naserümpfend in der Türe. Ich schnuppere nach, auch am Popo unseres Löwenjungen, kann aber rein gar nichts riechen. Die Stoffwindel ist frisch und duftet dezent nach Jasmin. Also woher soll denn da plötzlich Baby-Kacka-Geruch kommen? 

Beim nächsten Mal Abhalten und Windelwechseln weiß ich, wo die Duftquelle ist. Der Windelsack hält zwar die Feuchtigkeit, aber den Geruch 3 Tage alter Stoffwindeln kann er nicht ganz für sich behalten. Doof, denn ich wasche nur alle 5 Tage, damit die Waschmaschine auch richtig voll ist. Unser Löwenjunge pieselt und gaxt nämlich die meiste Zeit ins WC, wenn wir ihn abhalten. (Wir praktizieren von Geburt an „Elimination Communication“.) Die Windelwäsche hält sich also in Grenzen. Und trotzdem gibt’s hier Baby-Kacka-Geruch. 

Das nächste Nippynappy des Löwenjungen nutze ich zur Recherche. Schon in der Schwangerschaft war meine Nase gegenüber künstlichen Gerüchen wie Raumspray oder Parfum sehr empfindlich. Das hat sich auch 6 Wochen nach der Geburt nicht geändert. Ein natürlicher und ungiftiger Raumspray muss also her – einer, der meinem Baby nicht schadet und meiner Nase wohl bekommt. 

Und weil ich gewisse ökologische Vorstellungen habe, muss er natürlich auch noch plastikfrei und nicht an Tieren getestet sein. Das Nickerchen ist beendet und ich leicht nervös, denn so ein Raumspray ist viel zu teuer für das Karenzbörserl einer frisch gebackenen Mama wie mich. Da sagt mein Mann: „Misch dir doch einfach einen Raumspray, wie du ihn früher immer im Biolino Institut gemacht hast.“ Mein Gesicht muss doof ausgesehen haben. Warum bin ich da bitte nicht selbst draufgekommen? Ist das etwa schon die Stilldemenz? 

Gesagt, getan und schon war der Baby-Kacka-Geruch kein Thema mehr. Ich habe mein absolutes Lieblingsöl dafür genutzt. Das ätherische Lemon Öl von doTERRA*. Ich liebe Zitronen und schätze ihre Vorteile. Wusstest du, dass Zitrusfrüchte nicht nur unser Immunsystem boosten und uns von innen reinigen, sondern auch ganz wunderbare Stimmungsaufheller sind? Ich nutze die ätherischen Öle von doTERRA*, weil sie zu 100% naturrein sind und sich das Unternehmen sogar einen eigenen Reinheitsgrad (CPTG) auferlegt hat, der noch höher ist, als es jede Aufsichtsbehörde vorgibt. 

Hier sind meine beiden Lieblingsrezepte

Der ganz schnelle Geruchseliminierer

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1 Teelöffel Backpulver
20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl
90 ml Leitungswasser
100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz

 

Fülle  das Backpulver in die Braunglasflasche und gib 20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl hinzu. Schwenke das Fläschchen, damit sich das Backpulver mit dem ätherischen Öl verbindet. Nun gieße die Mischung mit (abgekochtem) Leitungswasser auf, setze den Sprühaufsatz auf die Flasche und los geht’s.

Der grenzgeniale Allrounder

90 ml Leitungswasser
1 Teelöffel reiner Alkohol*
2 Teelöffel pflanzliches Glyzerin
20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl*
100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz*

 

Fülle einfach alle Zutaten in die Braunglasflasche und schüttle die Mischung gut, bis sich alles verbunden hat. Und nun kommt der Hit. Dieser Spray ist nicht nur ein Raumspray, du kannst ihn auch als Toilettenspray nutzen. Bevor du dich hinsetzt, schüttelst du die Flasche gut und sprühst dann einige Pumpstöße auf den Wasserspiegel deiner Toilette. Die Flüssigkeit bildet eine Barriere, durch die kein Geruch durchkommt.

Zitronenöl ist aber ein echtes Wundermittelchen und nicht nur zum Beduften geeignet. Es verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften und hat einen besonders guten Geschmack. Du kannst damit deine Lieblingsspeisen und Getränke aromatisieren und profitierst ganz nebenbei von der therapeutischen Wirkung. Zitronenöl ist wie gesagt ein wahrer Stimmungsaufheller, der uns in den dunklen Wintermonaten die sommerliche Sonne ins Gemüt holt. Gerade richtig, wenn einen die Anforderungen des Alltags mal besonders herausfordern. Ganz nebenbei kannst du so deinen Körper dabei unterstützen zu entgiften und dein Immunsystem boosten.

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Aber Achtung! Alle Zitrusöle sind photosensitiv. Das heißt, sie erhöhen die UV-Empfindlichkeit deiner Haut. Darum im Sommer lieber darauf verzichten oder nach der Anwendung für 12 Stunden direktes Sonnenlicht meiden. 

Ich freu mich, wenn du meine Rezepte ausprobierst und mir dein Feedback schickst.

Alles Liebe,

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

* Unbeauftragte Werbung! Die aktuelle Rechtslage verpflichtet mich dazu Personen, Marken und Verlinkungen als Werbung zu kennzeichnen. Tja, dann habe ich soeben gerade Werbung gemacht. Sie ist allerdings ohne Auftrag. Es sind Tipps die meiner Recherche entspringen und die ich von Herzen weitergebe, weil sie in meinem Leben eine Bereicherung sind. Die Links zu den verschiedenen Produkten sind Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links ein von mir empfohlenes Produkt kaufst, bekomme ich ein paar Prozent als kleines Dankeschön für meine Zeit. Aber keine Sorge - du bezahlst immer das Gleiche. Vielen lieben Dank <3  

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Do

16

Nov

2017

Friede, Freude, Eierkuchen - 3 Tipps für mehr Gelassenheit im (Eltern)Alltag

Von: Bianca Hernandez BSc, Elternpfade – Reisebegleitung für Schwangerschaft und Familie, Spielgruppen und mentale Geburtsvorbereitung im Biolino

Hallo liebe Mama, lieber Papa,

Im heutigen Artikel geht’s um dich! Und darum dir drei Ideen mitzugeben wie du dir a la Pippi Langstrumpf, die Welt so machst, wie sie dir gefällt. Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wie? Wie soll das bitte gehen? Es gibt doch so viele Dinge und Umstände an denen ich einfach nichts ändern kann.“ Und ja, du hast Recht es gibt viele äußere Umstände, an denen man von außen nichts ändern kann.

 

Allerdings gibt es eben immer die Möglichkeit an sich selbst zu justieren und damit auch in der äußeren Welt Änderung zu schaffen. Nachdem wir uns ja immer in einem System (Familie, Beziehung, Arbeit…) befinden, bringt jede kleine Veränderung an uns selbst, auch Veränderung in unserem Umfeld.

Jede Veränderung an uns selbst, bringt auch Veränderung in unserem Umfeld.

Das kann man sich vorstellen wie bei einem Uhrwerk, das aus vielen Zahnrädern zusammengesetzt ist. Und genau wie bei diesem Uhrwerk hat jedes Zahnrad eine Aufgabe und bewegt bzw. beeinflusst die anderen Zahnräder und somit auch das was am Ende herauskommt, in dem Fall eben die Uhrzeit.

 

Aber nun weg von den theoretischen Bildern, hin zum spannenderen Teil, nämlich was man denn so an sich verändern kann um mehr von dem zu bekommen, was man eigentlich möchte.

 

Also los geht’s!

Wie geht’s dir heute?

Gut? Müde? Traurig? Glücklich? Gestresst? Überarbeitet? Oder total entspannt? Irgendwie geht’s uns immer. Manchmal nehmen wir das bewusster war, und manchmal stecken wir so in unseren eingefahrenen Alltagsdingen drinnen, dass wir gar nicht so genau bemerken, was sich in unserer Gefühlswelt eigentlich so abspielt. Aus dem Mentaltraining weiß man, dass es unsere Gedanken sind, die zu Gefühlen bzw. Emotionen führen. Die Emotionen sind es wiederum die unsere Handlungen bzw. Aktionen bewirken und die gesetzten Aktionen liefern dann die Ergebnisse. Diese Ergebnisse sehen und spüren wir in unserem Leben.

Nr. 1 Gedanken beobachten und aktiv wählen

Ein supernützliches Werkzeug ist es einfach mal seine Gedanken zu beobachten und bewusst wahrzunehmen, was eigentlich gerade da ist. Bist du gestresst? Spürst du, dass dein Puls steigt, weil dein Kind aus unerfindlichen Gründen weint und nicht damit aufhört? Oder hast du einen Termin und dein kleiner Liebling, will und will einfach genau jetzt keine frische Windel angezogen bekommen? Das sind die Momente, in denen unsere Gedanken unsere körperlichen Reaktionen maßgeblich steuern. Die Stresskaskade, die da durch unsere Gedanken gestartet wird, setzt sich auch in unserem Körper fort und wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist, ist es oft eine echte Herausforderung aus dem einmal gestarteten Programm auszusteigen. Aber das Gute ist, es gibt immer Möglichkeiten.

 

Eine davon ist es den Gedanken, die gerade da sind einfach mal nur Beachtung zu schenken. So etwas wie „Wow, ich bin grad echt gestresst.“  oder „Ich weiß grad gar nicht, was ich machen soll. Ich brauch einen Moment zum Nachdenken.“ Allein das aktive Durchdenken dieser Sätze wird dir Erleichterung verschaffen, weil du sie aus dem Unbewussten in dein Tagesbewusstsein geholt hast. Ein weiterer Vorteil ist, dass du nun in der Position bist zu entscheiden, ob dir diese Gedanken hilfreich sind oder eben nicht. In etwa so: „Ok, also ich bin grade echt gestresst. Aha, das sehe ich, will ich das aber auch?“ Und die Antwort wird wahrscheinlich Nein sein.

Entwickle deine persönliche Superkraft - nämlich die Wahl deiner Gedanken!

Hier greift der Grundsatz Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Abgesehen, davon dass du natürlich schon unglaublich super und voll cool und überhaupt unglaublich bist, gibt es meistens noch Bereiche in denen man sich verbessern kann, oder? Und sich aktiv auszusuchen, was einen beeinflusst und was nicht, grenzt doch schon fast an eine Superkraft, die einem das Leben definitiv erleichtert, was meinst du? 

 

Also probier es mal aus: Gedanken wahrnehmen, aktiv durchdenken und entscheiden, ob du sie haben möchtest oder nicht. 

Nr. 2 Muster durchbrechen

Wenn du das tust, was du immer getan hast, wirst du bekommen was du immer bekommen hast. (Tony Robbins)

 

Dieser Satz ist genauso schlau, wie einfach, findest du nicht auch? Denn es macht einfach Sinn, dass gleicher Input immer die mehr oder weniger gleichen Ergebnisse bringen wird. Was heißt das aber für den Elternalltag, bitte? Es heißt, dass du mal schauen könntest, wo dir immer wieder ähnliche Situationen begegnen, die dir nicht gefallen, dir unangenehm sind oder dich stressen. Und dann versuch mal genau das Gegenteil zu machen. 

 

Du ärgerst dich grad, weil dein Partner/in nach der Arbeit wieder mal auf die Couch fällt, anstatt sich dir, dem Kinde oder dem Haushalt zuzuwenden? Dann mach doch mal etwas, was du sonst nie machen würdest.

 

 

Stell dich vor sie/ihn hin und singe ein Lied für deine bessere Hälfte, mach einen Scherz oder wirf dich selbst auch genüsslich auf die Couch. Das Ergebnis ist bestimmt ein anderes als du sonst immer bekommen hast. Schau es dir an und überlege, ob das Ergebnis so war wie du es dir wünscht und wenn nicht, dann probiere beim nächsten Mal was Neues. 

Neues Verhalten führt zu neuen Ergebnissen

Je öfter wir neue Dinge ausprobieren, desto kreativer wird unser Gehirn wieder, das sich einfach schon daran gewöhnt hat in, über die Jahre etablierten Gedankenfahrbahnen zu verkehren. Früher oder später wird dein Geist auch die passende Lösung finden für das, was du gerne hättest.

 

Das Wichtige ist es auszuprobieren und nicht aufzuhören. Dir wird es damit besser gehen, weil du dich dann gedanklich nicht mehr zum hilflosen Opfer der Umstände machst, sondern aktiv dein Leben erschaffst.

Nr. 3 Dankbarkeit zu einer Routine werden lassen

Schenkt man den führenden Weltreligionen, vielen Lebenscoaches und noch viel mehr Büchern über positive Psychologie Glauben, ist Dankbarkeit eine Medizin, die uns allen guttut. Und ja es stimmt, Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass uns auch in den schwersten Momenten helfen kann. Doch warum nur in schwierigen Situationen darauf besinnen? Unser Gehirn ist plastisch und nach dem Grundsatz die Energie fließt dorthin wo die Aufmerksamkeit liegt, werden deine Gedanken und Gefühle positiv geprägt, wenn du dir regelmäßig die Dinge ins Gedächtnis rufst für die du dankbar bist. 

Dankbarkeit verschönert dein Leben, probiers mal aus!

Eine sehr schöne und ganz einfache Routine, die deine Welt verändern kann, ist es jeden Abend vor dem Schlafen gehen darüber nachzudenken, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Wird am Ende des Tages noch einmal der Fokus auf diese positiven Dinge gelenkt, veränderst du dadurch auch die Wahrnehmung, der weniger schönen Ereignisse. Du erschaffst dir also deine positive Welt. Cool, oder? Und diese Übung ist auch ein wunderschönes Ritual für Kinder, denn es hilft ihnen den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken und prägt somit ihre gesamte Gedankenstruktur. Ein Geschenk von dem sie später bestimmt einmal profitieren werden.

 

Also probiers mal aus. Im Stillen für dich, aber auch mit deinen Kindern oder deinem Partner. Ich bin mir sicher, dass es etwas verändern wird.

 

So nun sind wir schon am Ende dieses Blogartikels, danke dir, dass du dran geblieben bist und darüber nachdenkst wie du dein Leben und das deiner Familie positiv verändern kannst. Dafür hast du definitiv ein großes Kompliment verdient. Ich wünsche dir viel Spaß, Lachen und Zufriedenheit in deinem Leben.

Mehr von Elternpfade gefällig?

Wenn dir gefallen hat was du hier gelesen hast, dann schau doch mal auf der Elternpfade Webseite vorbei. Demnächst startet die zweite Runde unserer Spielgruppen (Babystunde & Ministunde) für Kinder von 0-2,5 Jahre im Biolino Institut und ich freu mich darauf, viele von Euch kennenzulernen.

 

 

Hast du Fragen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge, dann melde dich gerne  unter hallo@elternpfade.at.

Fr

10

Nov

2017

Entspannt einkaufen und danach das Wochenende mit den Kindern genießen!

Von: Mag. Andrea Krall, Tierischer Kreativgarten - Sinnesspielgruppe für Kinder

It's beginning to look a lot like Christmas…

Schneller als uns lieb ist, ist Weihnachten da. Dann beginnt wieder der große Einkaufsmarathon. Wir laufen herum, hasten von Geschäft zu Geschäft und trinken vielleicht noch schnell einen Punsch im Vorbeigehen. Das alleine klingt schon stressig, aber was machen Mama und Papa, wenn noch etwas besorgt werden muss?

 

Sich mit den Kindern am Einkaufssamstag in die Menschenmassen zu wagen, ist mehr als stressig und nur online bestellen, geht oft auch nicht.

 

Für Eltern die ihren Kindern und sich selbst diesen Stress ersparen möchten, gibt es jetzt die Samstags-Workshops im Biolino.

 

Während die Kinder kreativ sind, haben Mama und Papa genügend Zeit, um Besorgungen zu machen. Das entspannt Eltern und Kind. Die Kinder, weil sie nicht mit in die Menschenmassen müssen und stattdessen Spaß haben dürfen. Die Eltern, da sie wissen, dass sie schneller mit ihren Einkäufen fertig sind und dann das restliche Wochenende für ihre Kinder Zeit haben.

 

Ihr wollt aber eigentlich gemeinsam mit euren Kindern basteln? Kein Problem, wir basteln auch Dinge, die die Kinder später mit euch gemeinsam ausprobieren können.

 

So gibt es für das restliche Wochenende auch noch Spiel und Spaß.

(Wenn ein Elternteil gerne mitbasteln möchte, ist es aber natürlich trotzdem willkommen.)

 

Die Termine und weiteren Informationen findest du hier

Wir freuen uns auf dich und deine Kinder.

Di

03

Okt

2017

Kleine Herzen voll großer Gefühle

Theresa Hauck, Kleinkindpädagogin

Wissenswertes zur emotionalen Entwicklung von Kleinkindern und zu den Möglichkeiten, sie darin zu unterstützen

Schon frisch geschlüpfte Babys erleben intensive Gefühle, sind aber noch fast zur Gänze auf die Unterstützung von außen – also die Regulation durch ihre Bezugspersonen - angewiesen. Wenn ein Baby laut zu schreien beginnt, dann weiß es selbst nur, dass sich da gerade etwas überhaupt nicht gut anfühlt. Es kann allerdings noch nicht feststellen, wo das Problem liegt und auch nicht, was geschehen müsste, dass es ihm wieder besser geht. Das Baby ist hier ganz auf Mama und Papa angewiesen, die im Idealfall erkennen, was das Baby nun braucht und ihm das auch geben können.

Stress - ein unangenehmes Durcheinander im Kopf

Bei der Geburt sind bei Babys vor allem jene Hirnregionen schon fertig ausgebildet, die sie sehr instinktiv, heftig und rasch auf Impulse antworten lassen. Das Stresssystem von Babys und auch Kleinkindern wird schnell hochgefahren und lässt sie auf vermeintliche Kleinigkeiten stark reagieren. Das ergibt durchaus Sinn: Es schützt sie, verhindert, dass sie übersehen oder vergessen werden, und führt die Bezugspersonen rasch herbei. Bis das Kind Hilfe von Mama oder Papa erhält, geht es ihm aber gar nicht gut. Mit einem voll hochgefahrenen Stresssystem ist nicht zu spaßen! Für die Eltern sind die dann teilweise sehr heftigen Gefühlsausbrüche der Kleinen nicht immer gut nachvollziehbar.

 

Wenn sich ein Kleinkind schreiend und tobend auf den Fußboden wirft, dann tut es das niemals, weil es seine Eltern quälen oder blamieren möchte! Es ist zu 100 % auf deren Fürsorge und Zuwendung angewiesen. Diese möchte es bestimmt nicht verlieren! Das Kind ist lediglich mit der Situation überfordert und braucht Hilfe von Mama und Papa!

 

Kleine Kinder – große Wut

Die „Trotzphasen“ (wie sie früher oft genannt wurden) können bei allen Kindern vorkommen und sind nicht als Hinweis auf falsche Erziehung durch die Eltern zu werten. Nicht alle Kinder durchlaufen diese Phasen jedoch in gleicher Intensität. Manche Kinder reagieren sehr heftig auf kleine Frustrationen, andere wirken allgemein eher gelassen. Erlebt ein Kind immer wieder sehr heftige Gefühlsausbrüche, dann braucht es aber die Unterstützung seiner Bezugspersonen. Die eigenständige Gefühlsregulation kann das Kind dadurch erlernen, dass die Eltern ihm bei negativen Gefühlen beistehen, klar in ihren Forderungen bleiben, aber Verständnis für seinen Frust zeigen. Während eines Wutanfalles helfen keine langen Erklärungen und Argumente. Viel eher sollte man nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgehen. Wenige, klare Worte, mit ruhiger Stimme gesprochen, unterstützen das Kind dabei, sich wieder zu beruhigen. Wenn die größte Wut überwunden ist, können Bezugspersonen dem Kind Ideen anbieten, um seine Laune wieder zu heben.

Hier ein kleines Beispiel zu hilfreicher, emotionaler Unterstützung eines Kleinkindes:

 

Ein Ärgernis folgt auf das nächste. Es ist zum Verzweifeln! Erst räumt Mama die Maiskekse weg und sagt, es wären genug gewesen, dann fällt zweimal der Stapelturm um und danach nimmt Mama Felix auch noch das Ladekabel aus der Hand, welches er auf dem Wohnzimmertisch entdeckt hatte. Felix platzt schon fast vor Wut.

 

Wir alle kennen Gefühlszustände wie jenen, in welchem sich Felix in dieser Situation zu befinden scheint. Wir wissen: sich so zu fühlen, das ist mehr als unangenehm! Noch sehr viel unangenehmer als für uns, ist solch ein Empfinden jedoch für den 22 Monate alten Buben, der sich dieser Situation so völlig ausgeliefert erlebt. Er fühlt sich schlecht! Er weiß jedoch weder warum genau das so ist, noch was er dagegen tun könnte. Hier ist Felix noch ganz auf die Regulation und Unterstützung durch seine Eltern angewiesen.

Glücklicherweise hat Felix eine feinfühlige Mama, die das an diesem Tag gleich erkennt, sich selbst emotional gerade gut darauf einlassen kann und ihn fast instinktiv unterstützt.

 

Sie beugt sich zu Felix, der nun stampfend und weinend am Boden steht, hinunter und benennt seine Gefühle mit den Worten: „Oje, das ist kein guter Tag heute. Jetzt bist du schon richtig wütend. Das kann ich an deinem Gesicht erkennen.“

 

Felix bekommt so nicht nur eine Bezeichnung für seinen Gefühlszustand, sondern erhält auch gleich die Rückmeldung darüber, woran andere Personen seine Gefühle erkennen können. Den Gesichtsausdruck von Felix, den seine Mutter beschreibt, spiegelt sie ihm auch zurück. Während sie spricht, verzieht sie ebenfalls Mund und Augenbrauen. Auch dadurch erhält Felix Informationen, die ihm helfen, seine Emotionen besser einzuordnen und zu verstehen.

 

Seine Mama hilft Felix darüber hinaus auch bei der Regulation seiner Wut, indem sie meint: „Ich denke, dann müssen wir etwas Anderes finden, was genauso spannend ist. Das Ladekabel ist gefährlich und kann leicht kaputt werden. Wollen wir vielleicht mal wieder die Schienen aufbauen? Das haben wir lange nicht gemacht.

 

Sie versucht Felix aus der unangenehmen Gefühlslage herauszuhelfen, indem sie ihm etwas Aufmunterndes anbietet, von dem sie annimmt, dass es ihm gefallen könnte.

Das Gesicht von Felix entspannt sich, er schaut seine Mama an, nickt und geht mit ihr zur Spielzeugkiste.

 

Wenn Kinder verstehen, was genau da in ihnen vorgeht, wenn Gefühle sie überkommen, und wenn sie diese auch regulieren können, dann haben die Kinder viele kleine Fertigkeiten erworben, die für ein zufriedenes Aufwachsen in unserer Gesellschaft ganz essenziell sind. So sind sie ihren Emotionen nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern können ihr eigenes Empfinden ganz selbstwirksam mit beeinflussen.

           

Im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen ihr eure Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen könnt. Einen weiteren kleinen Grundstein legen wir in der Plauderherzen-Gruppe im Biolino. Hier hören und erleben die Kinder, dass es Gefühle gibt, wie sie benannt werden und was man bei schlechten Gefühlen eventuell tun kann, um sich wieder besser zu fühlen.

                                                                     

Wir treffen uns immer dienstags und plaudern darüber, was jeder von uns so auf dem Herzen hat. Alle Infos zu meiner Plauderherzen Gruppe findest du hier. Und meine Kinderspaß Gruppe findest du hier

 

Kommt vorbei, ich freu mich auf euch!

Theresa

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So

03

Feb

2019

DIY: Hilfe bei Babys ersten Zähnchen

Mag. Catrin Fichtinger, Dipl. Pädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin und Inhaberin von Biolino e.U.

 

Mein SOS-Zahnungshilfe-Set bei Babys ersten Zähnen

Wow, diese kleinen Zähnchen haben es wirklich in sich. Heiße geschwollene Kauleisten, ein rotziges Näschen, rote raue Backen und manchmal sogar ein rötlicher Popo sind noch das Tüpfelchen auf dem i. Mein Mamaherz schmerzt, wenn ich meinen kleinen Löwenjungen so leiden sehe. Und weil ich das gar nicht aushalte, suche ich natürlich gleich nach einer Lösung, die für uns passt.

Der Baby-Markt hält ja einiges bereit, was auf den ersten Blick vielversprechend klingt. Bei „pflanzlichem Zahngel“ freu ich mich schon, fündig geworden zu sein. Nach genauerer Betrachtung kann ich aber nur mit dem Kopf schütteln. Bestandteil Nummer 1 ist Benzoesäure. Manch eine/r wird sich jetzt fragen: „Na und? Ist ja nur ein natürliches Konservierungsmittel.“ (E 210) Ganz so einfach ist es aber nicht. Ja, in der Natur kommt dieser Stoff in Pflanzen wie Himbeeren, Nelken und Zimt vor, aber für die (Nahrungsmittel-)Industrie wird er meist künstlich hergestellt und in Biolebensmitteln ist er sogar verboten. Warum, wenn er „nicht bedenklich“ ist? Studien zu Folge wird Benzoesäure mit Verdauungsbeschwerden und der Beeinträchtigung des Nervensystems in Verbindung gebracht. Vor allem bei der Einnahme über einen längeren Zeitraum. Du weißt sicher schon, worauf ich hinaus will. Babys zahnen furchtbar lange – sind ja auch ganz schön viele Zähnchen. 

Beim weiteren Studieren der Inhaltsstoffe wird mir schnell klar: So ein „pflanzliches Zahngel“ mit all seinen Konservierungsstoffen, Emulgatoren und unaussprechlichen Inhaltsstoffen möchte ich meinem Löwenjungen nicht ins Mäulchen schmieren. 

Ich frage mich durch die Mama-Community und bekomme viele wertvolle Tipps, unter anderem gekühlte Beißringe, Muttermilch-Eis, nasse Tüchlein zum Kauen, Brotrinde, Salbeitee, Homöopathie und Tinkturen mit ätherischen Ölen.

Wir probieren uns durch die ganze Bandbreite. Kaltes und Nasses mag er nicht. Er verzieht das Gesicht und das Muttermilcheis wirf er mir sogar mit einem lauten "Maaaaaam" nach. Brotrinde mag ich nicht. Die klebt echt überall und zwar bombenfest. Das geht gar nicht, wenn man ein ordnungsliebender Putzmuffel ist, wie ich. (Ja, das passt zusammen. :D) Mit den Zahnkügelchen merke ich keine Besserung, aber bei den ätherischen Ölen – da ist das Ergebnis echt überzeugend. 

Und so mache ich dem kleinen Löwenjungen gleich ein ganzes SOS-Zahnungshilfe-Set. Die Ölemischung für das Zahnfleisch wirkt abschwellend und entzündungshemmend, nimmt ihm den Schmerz und schmeckt ihm sogar. Die Salbe für die roten rauen Bäckchen wirkt auch gleich Wunder und bringt die schöne samtweiche Babyhaut zurück. Den Popospray nutze ich schon seit seiner Geburt, nachdem wir mit Windelsoor aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Das Eincremen des wunden Popos war damals eine Tortur – der selbstgemachte Popospray hingegen eine sehr wirkungsvolle Wohltat. Für das rotzige Näschen mische ich auch eine Salbe, mit der ich seine Nasenflügel und seinen Brustkorb einreibe – so inhaliert er die ätherischen Öle und kann gleich viel besser atmen. 

Meine Geheimwaffen sind Lavendelöl (Lavender), Gewürznelkenöl (Clove), römische Kamille (Roman Chamomile) und Fenchelöl (Fennel). Sie wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend, beruhigend und schleimlösend. Wie immer verwende ich nur 100% naturreine ätherische Öle von doTERRA, weil sich das Unternehmen einen eigenen Reinheitsgrad (CPTG) auferlegt hat, der noch höher ist, als es jede Aufsichtsbehörde vorgibt. Jedes Öl wird vor der Abfüllung mittels Gas-Chromatographie und Massenspektrometrie auf all seine Bestandteile getestet. Und zwar immer, nicht nur stichprobenartig. So kommt es auch vor, dass ein Öl nach einer schlechten Ernte nicht erhältlich ist – das nenne ich natürlich und ehrlich. Da wird nicht gepanscht, damit immer alles verfügbar ist. 

Meine Rezepte aus dem SOS-Zahnungshilfe-Set

Babyzähnchen-Öl

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25 ml Flasche mit Pumpe*

25 ml Bio-Öl aus deiner Küche
2 - 3 Tropfen Clove* (Gewürznelkenöl)
1 - 2 Tropfen Lavendel*

 

Fülle das biologische Öl in die Flasche und gib 2 - 3 Tropfen Clove (Gewürznelke) hinzu. Schüttle die Mischung gut und koste selbst, bevor du es deinem Kind auf die Kauleisten aufträgst. Die Gewürznelke ist scharf. Für dein Baby sollte die Mischung nur ganz dezent nach dem ätherischen Öl schmecken. Ich nehme ganz einfach einen sauberen Finger und wir spielen, dass der kleine Wurm sein Zahnfleisch kitzeln kommt. 

 

Rotznäschen-Salbe

Salbentigel*
40 g Bio-Sheabutter*
20 g Bio-Kakaobutter*
10 g Bio-Mandelöl*
3 Tropfen Lavendel*
3 Tropfen Fenchel*

 

Gib alle Zutaten bis auf die ätherischen Öle in ein Schüsselchen, das du über ein Wasserbad stellen kannst. Nun rühre über dem heißen Wasserbad so lange, bis alle Zutaten geschmolzen sind. Fülle die Flüssigkeit in deine/n Salbentigel und tropfe die ätherischen Öle hinzu. Nun schnell den Deckel drauf, denn sonst verflüchtigen sich die guten Stoffe. Nach dem Auskühlen verwende ich die Salbe, um sie meinem Löwenjungen auf die Nasenflügel, die Brust und den Rücken zu schmieren. Das mache ich nach Bedarf mehrmals täglich. Er liebt den Duft – das erkenne ich daran, dass er sein kleines Mäulchen immer ganz weit aufreißt und sie essen möchte. (Wäre sogar möglich.) 

Popospray

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100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz*

100 ml Bio-Mandelöl*
10 – 15 Tropfen Lavendel*

 

 

Fülle das Mandelöl in die Braunglasflasche, tropfe das Lavendelöl hinzu und schüttle die Mischung vor jeder Anwendung. Ich nutze es beim Wickeln und gebe einen Pumpstoß direkt auf das saubere Popschi des Löwenjungen. Aber auch bei kleinen Kratzern im Gesicht hilft es wunderbar und beim Baden nutzen wir es als Badezusatz, weil es so schön beruhigend und wohltuend ist.

Wind- und Wetter-Salbe

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Salbentigel*
40 g Bio-Sheabutter*
20 g Bio-Kakaobutter*
10 g Bio-Mandelöl*
OPTIONAL: 6 g Bienenwachskügelchen*
2 - 3 Tropfen römische Kamille*

 

 

Wie bei der Rotznäschen-Salbe gibst du alle Zutaten bis auf die ätherischen Öle in ein Wasserbad und rührst so lange, bis alles geschmolzen ist. Wenn du dich dafür entschieden hast, die  Bienenwachskügelchen zu nutzen, dauert es etwas länger. Alternativ kannst du auch Carnaubawachs oder Beerenwachs nutzen – beides habe ich leider nicht ökologisch verpackt gefunden. Vielleicht kannst du es dir in deiner Apotheke umweltfreundlich abpacken lassen?
Ich nutze die Salbe immer, wenn wir bei nass-kaltem Wetter das Haus verlassen. Anfangs habe ich einen Wind- und Wetterbalsam aus dem Drogeriemarkt verwendet. Leider ist der nicht gerade karenzbörserlfreundlich.  

Ich freu mich, wenn du meine Rezepte ausprobierst und mir dein Feedback schickst.

 

Alles Liebe,

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

 

* Unbeauftragte Werbung! Die aktuelle Rechtslage verpflichtet mich dazu Personen, Marken und Verlinkungen als Werbung zu kennzeichnen. Tja, dann habe ich soeben gerade Werbung gemacht. Sie ist allerdings ohne Auftrag. Es sind Tipps die meiner Recherche entspringen und die ich von Herzen weitergebe, weil sie in meinem Leben eine Bereicherung sind. Die Links zu den verschiedenen Produkten sind Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links ein von mir empfohlenes Produkt kaufst, bekomme ich ein paar Prozent als kleines Dankeschön für meine Zeit. Aber keine Sorge - du bezahlst immer das Gleiche. Vielen lieben Dank <3  

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So

13

Jan

2019

DIY: Raumspray gegen Baby-Kacka-Geruch selber machen

Mag. Catrin Fichtinger, Dipl. Pädagogin, Kommunikationswissenschaftlerin und Inhaberin von Biolino e.U.

Ein Muss für die Babyerstausstattung

„Bei uns riecht es nach Baby-Kacka.“ Mein Mann steht naserümpfend in der Türe. Ich schnuppere nach, auch am Popo unseres Löwenjungen, kann aber rein gar nichts riechen. Die Stoffwindel ist frisch und duftet dezent nach Jasmin. Also woher soll denn da plötzlich Baby-Kacka-Geruch kommen? 

Beim nächsten Mal Abhalten und Windelwechseln weiß ich, wo die Duftquelle ist. Der Windelsack hält zwar die Feuchtigkeit, aber den Geruch 3 Tage alter Stoffwindeln kann er nicht ganz für sich behalten. Doof, denn ich wasche nur alle 5 Tage, damit die Waschmaschine auch richtig voll ist. Unser Löwenjunge pieselt und gaxt nämlich die meiste Zeit ins WC, wenn wir ihn abhalten. (Wir praktizieren von Geburt an „Elimination Communication“.) Die Windelwäsche hält sich also in Grenzen. Und trotzdem gibt’s hier Baby-Kacka-Geruch. 

Das nächste Nippynappy des Löwenjungen nutze ich zur Recherche. Schon in der Schwangerschaft war meine Nase gegenüber künstlichen Gerüchen wie Raumspray oder Parfum sehr empfindlich. Das hat sich auch 6 Wochen nach der Geburt nicht geändert. Ein natürlicher und ungiftiger Raumspray muss also her – einer, der meinem Baby nicht schadet und meiner Nase wohl bekommt. 

Und weil ich gewisse ökologische Vorstellungen habe, muss er natürlich auch noch plastikfrei und nicht an Tieren getestet sein. Das Nickerchen ist beendet und ich leicht nervös, denn so ein Raumspray ist viel zu teuer für das Karenzbörserl einer frisch gebackenen Mama wie mich. Da sagt mein Mann: „Misch dir doch einfach einen Raumspray, wie du ihn früher immer im Biolino Institut gemacht hast.“ Mein Gesicht muss doof ausgesehen haben. Warum bin ich da bitte nicht selbst draufgekommen? Ist das etwa schon die Stilldemenz? 

Gesagt, getan und schon war der Baby-Kacka-Geruch kein Thema mehr. Ich habe mein absolutes Lieblingsöl dafür genutzt. Das ätherische Lemon Öl von doTERRA*. Ich liebe Zitronen und schätze ihre Vorteile. Wusstest du, dass Zitrusfrüchte nicht nur unser Immunsystem boosten und uns von innen reinigen, sondern auch ganz wunderbare Stimmungsaufheller sind? Ich nutze die ätherischen Öle von doTERRA*, weil sie zu 100% naturrein sind und sich das Unternehmen sogar einen eigenen Reinheitsgrad (CPTG) auferlegt hat, der noch höher ist, als es jede Aufsichtsbehörde vorgibt. 

Hier sind meine beiden Lieblingsrezepte

Der ganz schnelle Geruchseliminierer

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1 Teelöffel Backpulver
20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl
90 ml Leitungswasser
100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz

 

Fülle  das Backpulver in die Braunglasflasche und gib 20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl hinzu. Schwenke das Fläschchen, damit sich das Backpulver mit dem ätherischen Öl verbindet. Nun gieße die Mischung mit (abgekochtem) Leitungswasser auf, setze den Sprühaufsatz auf die Flasche und los geht’s.

Der grenzgeniale Allrounder

90 ml Leitungswasser
1 Teelöffel reiner Alkohol*
2 Teelöffel pflanzliches Glyzerin
20 – 30 Tropfen ätherisches Lemon Öl*
100 ml Braunglasflasche mit Sprühaufsatz*

 

Fülle einfach alle Zutaten in die Braunglasflasche und schüttle die Mischung gut, bis sich alles verbunden hat. Und nun kommt der Hit. Dieser Spray ist nicht nur ein Raumspray, du kannst ihn auch als Toilettenspray nutzen. Bevor du dich hinsetzt, schüttelst du die Flasche gut und sprühst dann einige Pumpstöße auf den Wasserspiegel deiner Toilette. Die Flüssigkeit bildet eine Barriere, durch die kein Geruch durchkommt.

Zitronenöl ist aber ein echtes Wundermittelchen und nicht nur zum Beduften geeignet. Es verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften und hat einen besonders guten Geschmack. Du kannst damit deine Lieblingsspeisen und Getränke aromatisieren und profitierst ganz nebenbei von der therapeutischen Wirkung. Zitronenöl ist wie gesagt ein wahrer Stimmungsaufheller, der uns in den dunklen Wintermonaten die sommerliche Sonne ins Gemüt holt. Gerade richtig, wenn einen die Anforderungen des Alltags mal besonders herausfordern. Ganz nebenbei kannst du so deinen Körper dabei unterstützen zu entgiften und dein Immunsystem boosten.

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Aber Achtung! Alle Zitrusöle sind photosensitiv. Das heißt, sie erhöhen die UV-Empfindlichkeit deiner Haut. Darum im Sommer lieber darauf verzichten oder nach der Anwendung für 12 Stunden direktes Sonnenlicht meiden. 

Ich freu mich, wenn du meine Rezepte ausprobierst und mir dein Feedback schickst.

Alles Liebe,

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

* Unbeauftragte Werbung! Die aktuelle Rechtslage verpflichtet mich dazu Personen, Marken und Verlinkungen als Werbung zu kennzeichnen. Tja, dann habe ich soeben gerade Werbung gemacht. Sie ist allerdings ohne Auftrag. Es sind Tipps die meiner Recherche entspringen und die ich von Herzen weitergebe, weil sie in meinem Leben eine Bereicherung sind. Die Links zu den verschiedenen Produkten sind Affiliate-Links. Wenn du über einen meiner Links ein von mir empfohlenes Produkt kaufst, bekomme ich ein paar Prozent als kleines Dankeschön für meine Zeit. Aber keine Sorge - du bezahlst immer das Gleiche. Vielen lieben Dank <3  

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Do

16

Nov

2017

Friede, Freude, Eierkuchen - 3 Tipps für mehr Gelassenheit im (Eltern)Alltag

Von: Bianca Hernandez BSc, Elternpfade – Reisebegleitung für Schwangerschaft und Familie, Spielgruppen und mentale Geburtsvorbereitung im Biolino

Hallo liebe Mama, lieber Papa,

Im heutigen Artikel geht’s um dich! Und darum dir drei Ideen mitzugeben wie du dir a la Pippi Langstrumpf, die Welt so machst, wie sie dir gefällt. Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wie? Wie soll das bitte gehen? Es gibt doch so viele Dinge und Umstände an denen ich einfach nichts ändern kann.“ Und ja, du hast Recht es gibt viele äußere Umstände, an denen man von außen nichts ändern kann.

 

Allerdings gibt es eben immer die Möglichkeit an sich selbst zu justieren und damit auch in der äußeren Welt Änderung zu schaffen. Nachdem wir uns ja immer in einem System (Familie, Beziehung, Arbeit…) befinden, bringt jede kleine Veränderung an uns selbst, auch Veränderung in unserem Umfeld.

Jede Veränderung an uns selbst, bringt auch Veränderung in unserem Umfeld.

Das kann man sich vorstellen wie bei einem Uhrwerk, das aus vielen Zahnrädern zusammengesetzt ist. Und genau wie bei diesem Uhrwerk hat jedes Zahnrad eine Aufgabe und bewegt bzw. beeinflusst die anderen Zahnräder und somit auch das was am Ende herauskommt, in dem Fall eben die Uhrzeit.

 

Aber nun weg von den theoretischen Bildern, hin zum spannenderen Teil, nämlich was man denn so an sich verändern kann um mehr von dem zu bekommen, was man eigentlich möchte.

 

Also los geht’s!

Wie geht’s dir heute?

Gut? Müde? Traurig? Glücklich? Gestresst? Überarbeitet? Oder total entspannt? Irgendwie geht’s uns immer. Manchmal nehmen wir das bewusster war, und manchmal stecken wir so in unseren eingefahrenen Alltagsdingen drinnen, dass wir gar nicht so genau bemerken, was sich in unserer Gefühlswelt eigentlich so abspielt. Aus dem Mentaltraining weiß man, dass es unsere Gedanken sind, die zu Gefühlen bzw. Emotionen führen. Die Emotionen sind es wiederum die unsere Handlungen bzw. Aktionen bewirken und die gesetzten Aktionen liefern dann die Ergebnisse. Diese Ergebnisse sehen und spüren wir in unserem Leben.

Nr. 1 Gedanken beobachten und aktiv wählen

Ein supernützliches Werkzeug ist es einfach mal seine Gedanken zu beobachten und bewusst wahrzunehmen, was eigentlich gerade da ist. Bist du gestresst? Spürst du, dass dein Puls steigt, weil dein Kind aus unerfindlichen Gründen weint und nicht damit aufhört? Oder hast du einen Termin und dein kleiner Liebling, will und will einfach genau jetzt keine frische Windel angezogen bekommen? Das sind die Momente, in denen unsere Gedanken unsere körperlichen Reaktionen maßgeblich steuern. Die Stresskaskade, die da durch unsere Gedanken gestartet wird, setzt sich auch in unserem Körper fort und wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist, ist es oft eine echte Herausforderung aus dem einmal gestarteten Programm auszusteigen. Aber das Gute ist, es gibt immer Möglichkeiten.

 

Eine davon ist es den Gedanken, die gerade da sind einfach mal nur Beachtung zu schenken. So etwas wie „Wow, ich bin grad echt gestresst.“  oder „Ich weiß grad gar nicht, was ich machen soll. Ich brauch einen Moment zum Nachdenken.“ Allein das aktive Durchdenken dieser Sätze wird dir Erleichterung verschaffen, weil du sie aus dem Unbewussten in dein Tagesbewusstsein geholt hast. Ein weiterer Vorteil ist, dass du nun in der Position bist zu entscheiden, ob dir diese Gedanken hilfreich sind oder eben nicht. In etwa so: „Ok, also ich bin grade echt gestresst. Aha, das sehe ich, will ich das aber auch?“ Und die Antwort wird wahrscheinlich Nein sein.

Entwickle deine persönliche Superkraft - nämlich die Wahl deiner Gedanken!

Hier greift der Grundsatz Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Abgesehen, davon dass du natürlich schon unglaublich super und voll cool und überhaupt unglaublich bist, gibt es meistens noch Bereiche in denen man sich verbessern kann, oder? Und sich aktiv auszusuchen, was einen beeinflusst und was nicht, grenzt doch schon fast an eine Superkraft, die einem das Leben definitiv erleichtert, was meinst du? 

 

Also probier es mal aus: Gedanken wahrnehmen, aktiv durchdenken und entscheiden, ob du sie haben möchtest oder nicht. 

Nr. 2 Muster durchbrechen

Wenn du das tust, was du immer getan hast, wirst du bekommen was du immer bekommen hast. (Tony Robbins)

 

Dieser Satz ist genauso schlau, wie einfach, findest du nicht auch? Denn es macht einfach Sinn, dass gleicher Input immer die mehr oder weniger gleichen Ergebnisse bringen wird. Was heißt das aber für den Elternalltag, bitte? Es heißt, dass du mal schauen könntest, wo dir immer wieder ähnliche Situationen begegnen, die dir nicht gefallen, dir unangenehm sind oder dich stressen. Und dann versuch mal genau das Gegenteil zu machen. 

 

Du ärgerst dich grad, weil dein Partner/in nach der Arbeit wieder mal auf die Couch fällt, anstatt sich dir, dem Kinde oder dem Haushalt zuzuwenden? Dann mach doch mal etwas, was du sonst nie machen würdest.

 

 

Stell dich vor sie/ihn hin und singe ein Lied für deine bessere Hälfte, mach einen Scherz oder wirf dich selbst auch genüsslich auf die Couch. Das Ergebnis ist bestimmt ein anderes als du sonst immer bekommen hast. Schau es dir an und überlege, ob das Ergebnis so war wie du es dir wünscht und wenn nicht, dann probiere beim nächsten Mal was Neues. 

Neues Verhalten führt zu neuen Ergebnissen

Je öfter wir neue Dinge ausprobieren, desto kreativer wird unser Gehirn wieder, das sich einfach schon daran gewöhnt hat in, über die Jahre etablierten Gedankenfahrbahnen zu verkehren. Früher oder später wird dein Geist auch die passende Lösung finden für das, was du gerne hättest.

 

Das Wichtige ist es auszuprobieren und nicht aufzuhören. Dir wird es damit besser gehen, weil du dich dann gedanklich nicht mehr zum hilflosen Opfer der Umstände machst, sondern aktiv dein Leben erschaffst.

Nr. 3 Dankbarkeit zu einer Routine werden lassen

Schenkt man den führenden Weltreligionen, vielen Lebenscoaches und noch viel mehr Büchern über positive Psychologie Glauben, ist Dankbarkeit eine Medizin, die uns allen guttut. Und ja es stimmt, Dankbarkeit ist ein Gefühl, dass uns auch in den schwersten Momenten helfen kann. Doch warum nur in schwierigen Situationen darauf besinnen? Unser Gehirn ist plastisch und nach dem Grundsatz die Energie fließt dorthin wo die Aufmerksamkeit liegt, werden deine Gedanken und Gefühle positiv geprägt, wenn du dir regelmäßig die Dinge ins Gedächtnis rufst für die du dankbar bist. 

Dankbarkeit verschönert dein Leben, probiers mal aus!

Eine sehr schöne und ganz einfache Routine, die deine Welt verändern kann, ist es jeden Abend vor dem Schlafen gehen darüber nachzudenken, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Wird am Ende des Tages noch einmal der Fokus auf diese positiven Dinge gelenkt, veränderst du dadurch auch die Wahrnehmung, der weniger schönen Ereignisse. Du erschaffst dir also deine positive Welt. Cool, oder? Und diese Übung ist auch ein wunderschönes Ritual für Kinder, denn es hilft ihnen den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken und prägt somit ihre gesamte Gedankenstruktur. Ein Geschenk von dem sie später bestimmt einmal profitieren werden.

 

Also probiers mal aus. Im Stillen für dich, aber auch mit deinen Kindern oder deinem Partner. Ich bin mir sicher, dass es etwas verändern wird.

 

So nun sind wir schon am Ende dieses Blogartikels, danke dir, dass du dran geblieben bist und darüber nachdenkst wie du dein Leben und das deiner Familie positiv verändern kannst. Dafür hast du definitiv ein großes Kompliment verdient. Ich wünsche dir viel Spaß, Lachen und Zufriedenheit in deinem Leben.

Mehr von Elternpfade gefällig?

Wenn dir gefallen hat was du hier gelesen hast, dann schau doch mal auf der Elternpfade Webseite vorbei. Demnächst startet die zweite Runde unserer Spielgruppen (Babystunde & Ministunde) für Kinder von 0-2,5 Jahre im Biolino Institut und ich freu mich darauf, viele von Euch kennenzulernen.

 

 

Hast du Fragen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge, dann melde dich gerne  unter hallo@elternpfade.at.

Fr

10

Nov

2017

Entspannt einkaufen und danach das Wochenende mit den Kindern genießen!

Von: Mag. Andrea Krall, Tierischer Kreativgarten - Sinnesspielgruppe für Kinder

It's beginning to look a lot like Christmas…

Schneller als uns lieb ist, ist Weihnachten da. Dann beginnt wieder der große Einkaufsmarathon. Wir laufen herum, hasten von Geschäft zu Geschäft und trinken vielleicht noch schnell einen Punsch im Vorbeigehen. Das alleine klingt schon stressig, aber was machen Mama und Papa, wenn noch etwas besorgt werden muss?

 

Sich mit den Kindern am Einkaufssamstag in die Menschenmassen zu wagen, ist mehr als stressig und nur online bestellen, geht oft auch nicht.

 

Für Eltern die ihren Kindern und sich selbst diesen Stress ersparen möchten, gibt es jetzt die Samstags-Workshops im Biolino.

 

Während die Kinder kreativ sind, haben Mama und Papa genügend Zeit, um Besorgungen zu machen. Das entspannt Eltern und Kind. Die Kinder, weil sie nicht mit in die Menschenmassen müssen und stattdessen Spaß haben dürfen. Die Eltern, da sie wissen, dass sie schneller mit ihren Einkäufen fertig sind und dann das restliche Wochenende für ihre Kinder Zeit haben.

 

Ihr wollt aber eigentlich gemeinsam mit euren Kindern basteln? Kein Problem, wir basteln auch Dinge, die die Kinder später mit euch gemeinsam ausprobieren können.

 

So gibt es für das restliche Wochenende auch noch Spiel und Spaß.

(Wenn ein Elternteil gerne mitbasteln möchte, ist es aber natürlich trotzdem willkommen.)

 

Die Termine und weiteren Informationen findest du hier

Wir freuen uns auf dich und deine Kinder.

Di

03

Okt

2017

Kleine Herzen voll großer Gefühle

Theresa Hauck, Kleinkindpädagogin

Wissenswertes zur emotionalen Entwicklung von Kleinkindern und zu den Möglichkeiten, sie darin zu unterstützen

Schon frisch geschlüpfte Babys erleben intensive Gefühle, sind aber noch fast zur Gänze auf die Unterstützung von außen – also die Regulation durch ihre Bezugspersonen - angewiesen. Wenn ein Baby laut zu schreien beginnt, dann weiß es selbst nur, dass sich da gerade etwas überhaupt nicht gut anfühlt. Es kann allerdings noch nicht feststellen, wo das Problem liegt und auch nicht, was geschehen müsste, dass es ihm wieder besser geht. Das Baby ist hier ganz auf Mama und Papa angewiesen, die im Idealfall erkennen, was das Baby nun braucht und ihm das auch geben können.

Stress - ein unangenehmes Durcheinander im Kopf

Bei der Geburt sind bei Babys vor allem jene Hirnregionen schon fertig ausgebildet, die sie sehr instinktiv, heftig und rasch auf Impulse antworten lassen. Das Stresssystem von Babys und auch Kleinkindern wird schnell hochgefahren und lässt sie auf vermeintliche Kleinigkeiten stark reagieren. Das ergibt durchaus Sinn: Es schützt sie, verhindert, dass sie übersehen oder vergessen werden, und führt die Bezugspersonen rasch herbei. Bis das Kind Hilfe von Mama oder Papa erhält, geht es ihm aber gar nicht gut. Mit einem voll hochgefahrenen Stresssystem ist nicht zu spaßen! Für die Eltern sind die dann teilweise sehr heftigen Gefühlsausbrüche der Kleinen nicht immer gut nachvollziehbar.

 

Wenn sich ein Kleinkind schreiend und tobend auf den Fußboden wirft, dann tut es das niemals, weil es seine Eltern quälen oder blamieren möchte! Es ist zu 100 % auf deren Fürsorge und Zuwendung angewiesen. Diese möchte es bestimmt nicht verlieren! Das Kind ist lediglich mit der Situation überfordert und braucht Hilfe von Mama und Papa!

 

Kleine Kinder – große Wut

Die „Trotzphasen“ (wie sie früher oft genannt wurden) können bei allen Kindern vorkommen und sind nicht als Hinweis auf falsche Erziehung durch die Eltern zu werten. Nicht alle Kinder durchlaufen diese Phasen jedoch in gleicher Intensität. Manche Kinder reagieren sehr heftig auf kleine Frustrationen, andere wirken allgemein eher gelassen. Erlebt ein Kind immer wieder sehr heftige Gefühlsausbrüche, dann braucht es aber die Unterstützung seiner Bezugspersonen. Die eigenständige Gefühlsregulation kann das Kind dadurch erlernen, dass die Eltern ihm bei negativen Gefühlen beistehen, klar in ihren Forderungen bleiben, aber Verständnis für seinen Frust zeigen. Während eines Wutanfalles helfen keine langen Erklärungen und Argumente. Viel eher sollte man nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorgehen. Wenige, klare Worte, mit ruhiger Stimme gesprochen, unterstützen das Kind dabei, sich wieder zu beruhigen. Wenn die größte Wut überwunden ist, können Bezugspersonen dem Kind Ideen anbieten, um seine Laune wieder zu heben.

Hier ein kleines Beispiel zu hilfreicher, emotionaler Unterstützung eines Kleinkindes:

 

Ein Ärgernis folgt auf das nächste. Es ist zum Verzweifeln! Erst räumt Mama die Maiskekse weg und sagt, es wären genug gewesen, dann fällt zweimal der Stapelturm um und danach nimmt Mama Felix auch noch das Ladekabel aus der Hand, welches er auf dem Wohnzimmertisch entdeckt hatte. Felix platzt schon fast vor Wut.

 

Wir alle kennen Gefühlszustände wie jenen, in welchem sich Felix in dieser Situation zu befinden scheint. Wir wissen: sich so zu fühlen, das ist mehr als unangenehm! Noch sehr viel unangenehmer als für uns, ist solch ein Empfinden jedoch für den 22 Monate alten Buben, der sich dieser Situation so völlig ausgeliefert erlebt. Er fühlt sich schlecht! Er weiß jedoch weder warum genau das so ist, noch was er dagegen tun könnte. Hier ist Felix noch ganz auf die Regulation und Unterstützung durch seine Eltern angewiesen.

Glücklicherweise hat Felix eine feinfühlige Mama, die das an diesem Tag gleich erkennt, sich selbst emotional gerade gut darauf einlassen kann und ihn fast instinktiv unterstützt.

 

Sie beugt sich zu Felix, der nun stampfend und weinend am Boden steht, hinunter und benennt seine Gefühle mit den Worten: „Oje, das ist kein guter Tag heute. Jetzt bist du schon richtig wütend. Das kann ich an deinem Gesicht erkennen.“

 

Felix bekommt so nicht nur eine Bezeichnung für seinen Gefühlszustand, sondern erhält auch gleich die Rückmeldung darüber, woran andere Personen seine Gefühle erkennen können. Den Gesichtsausdruck von Felix, den seine Mutter beschreibt, spiegelt sie ihm auch zurück. Während sie spricht, verzieht sie ebenfalls Mund und Augenbrauen. Auch dadurch erhält Felix Informationen, die ihm helfen, seine Emotionen besser einzuordnen und zu verstehen.

 

Seine Mama hilft Felix darüber hinaus auch bei der Regulation seiner Wut, indem sie meint: „Ich denke, dann müssen wir etwas Anderes finden, was genauso spannend ist. Das Ladekabel ist gefährlich und kann leicht kaputt werden. Wollen wir vielleicht mal wieder die Schienen aufbauen? Das haben wir lange nicht gemacht.

 

Sie versucht Felix aus der unangenehmen Gefühlslage herauszuhelfen, indem sie ihm etwas Aufmunterndes anbietet, von dem sie annimmt, dass es ihm gefallen könnte.

Das Gesicht von Felix entspannt sich, er schaut seine Mama an, nickt und geht mit ihr zur Spielzeugkiste.

 

Wenn Kinder verstehen, was genau da in ihnen vorgeht, wenn Gefühle sie überkommen, und wenn sie diese auch regulieren können, dann haben die Kinder viele kleine Fertigkeiten erworben, die für ein zufriedenes Aufwachsen in unserer Gesellschaft ganz essenziell sind. So sind sie ihren Emotionen nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern können ihr eigenes Empfinden ganz selbstwirksam mit beeinflussen.

           

Im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen ihr eure Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen könnt. Einen weiteren kleinen Grundstein legen wir in der Plauderherzen-Gruppe im Biolino. Hier hören und erleben die Kinder, dass es Gefühle gibt, wie sie benannt werden und was man bei schlechten Gefühlen eventuell tun kann, um sich wieder besser zu fühlen.

                                                                     

Wir treffen uns immer dienstags und plaudern darüber, was jeder von uns so auf dem Herzen hat. Alle Infos zu meiner Plauderherzen Gruppe findest du hier. Und meine Kinderspaß Gruppe findest du hier

 

Kommt vorbei, ich freu mich auf euch!

Theresa

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